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Die Haltung, es darf sich nichts ändern, alles soll bleiben, wie es ist,
war schon immer ahistorisch und falsch.
Prinzipiell richtig. Ich bin ein konservativer Mensch, aber in der richtigen Bedeutung des Wortes "Konservativ". Letzteres bedeutet, das Gute, Bewährte zu erhalten und das Schlechte oder Unzureichende gegen Neues auszutauschen.
Furcht vor religiös fundierter
Unterwanderung, der Zerrüttung der auch so tollen deutschen Art, ist fehl
am Platz.
In diesem Satz sehe ich keinen Sinn, es sei denn, ich wäre Masochist. Mir gefällt es, der deutschen Nation anzugehören, deutsch zu sprechen und deutsche Traditionen beizubehalten. Was aber auch bedeutet, dass ich dasselbe bei anderen Nationen genauso wertschätze. Sonst könnte ich nicht mit einer Ausländerin verheiratet sein. Manche der andersnationalen Traditionen und Bräuche habe ich auch angenommen, weil sie mir gefallen haben. Meine eigene aber gebe ich deswegen nicht auf.
Sie ist es deswegen, weil wir nicht auf einer Insel leben, weitab von
allen anderen Völkern, Nationen und Problemen.Sie ist es deswegen, weil sich die Zusammensetzung der Bevölkerung jeder
einigermaßen bedeutenden Nation permanent ändert.
Sie ändert sich so gut wie nicht, zumindest nicht spürbar, wenn es eine normale Fluktuation ist. Wenn durch Heirat, Studium oder andere Umstände jemand in ein ihm vorher fremdes Land kommt. Sie ändert sich nur dann spürbar, wenn die Regierenden in die Bevölkerungsstruktur eingreifen. Wenn dabei nicht - wie beim Schach - die nächsten Züge schon vorher durchdacht werden, dann kommt es zum Chaos, was wir derzeit erleben.
Damit ändert sich auch die Kultur, die Ausrichtung der Nation. Dem kann
man positiv begegnen oder negativ, passiv oder aktiv. In jedem Falle ist
eine Anstrengung erforderlich, eine Anpassungsleistung. Diese Anstrengung
besteht im positivem Falle darin, die neuen Bürger von der Qualität
unserer Lebensweise zu überzeugen, durch ein aktives Vorleben, durch
Aufnahme von Impulsen aus der neuen Bevölkerungsruppe, durch striktes
Festhalten an den Werten des Grundgesetzes.
Hier widersprichst Du Dir selbst. Einerseits kritisierst Du das Festhalten an der deutschen Art, andererseits soll man die Neubürger von unserer Lebensweise überzeugen, die nach deutscher Lesart immer arbeitsam, strebsam und fleißig war. Der Haken wird sein, dass nur ein Teil bereit ist, diese Werte anzunehmen. Der andere Teil wird sich auf den Früchten dieser Eigenschaft ausruhen und sich mit öffentlichen Geldern einen schönen Lenz machen. Wie hoch der eine und der andere Teil ist, ist diskutabel.
Es kann und wird aber schief gehen, wenn die Hetzer die Mehrheit der
veröffentlichten Stimmen ausmachen, wenn die Altbürger innerlich
emigrieren, wenn kein Interesse an dem Leben und dem Wohlergehen der Neuen
besteht. Wie immer, Egoismus schädigt auch immer den Egoisten.
Es wird dann schiefgehen, wenn die "Neubürger" sich an dem, was die Generationen hier im Land vorher aufgebaut haben, welche Sozialleistungen sie bewirkt haben, einfach schadlos halten, ohne ihren Teil dazu beizutragen. Genau das ist zu erwarten. Spätestens dann, wenn die Einheimischen trotz bereits seit Jahren erfolgten Einschränkungen in verschiedensten Bereichen wg. dieser Neubürger noch weitere Einschränkungen hinnehmen müssen, dann kommts zum Knall.
Reißt euch zusammen, tut etwas für das Wohl der Nation, die Flüchtlinge
sind hier, mehr werden kommen, wir haben unseren Anteil daran. Wir haben es
mitverschuldet.
Wieder sprichst Du von Nation: Von welcher eigentlich?
Klar haben wir unseren Anteil daran. Wir haben die Volkstreter gewählt, die den Willen des Volkes ignorieren, wir haben das geglaubt, was da so über den bösen Hussein, den bösen Gadaffi usw. erzählt wurde, und wir sind nicht - wie die 68er Generation damals im Vietnamkrieg - mit Demos gegen die Amis auf die Straße gegangen, weil wir zu bequem waren. Mich eingeschlossen.
Mit Brandstiftungen wird nichts verbessert, mit verbalen Pöbeleien
allenfalls das eigene Bauchgrimmen temporär beruhigt.
Da liegst Du eindeutig falsch. Ich bin davon überzeugt, dass sich keiner der hier Postenden an irgendeiner Brandstiftung beteiligt, genauso wird auch keiner irgendjemanden auf der Straße anpöbeln. Diese Meinungsäußerungen dienen zweierlei: Zum Einen das zum Ausdruck zu bringen, was einen bewegt und was eben nicht im Tenor der Regierungsvorgabe liegt, und zum Anderen, weil man hier in einem der letzten Foren noch seine Meinung unzensiert sagen darf.
Soweit zu Deinem Text.
Generell respektiere ich jede andere Meinung, solange sie entsprechend begründet ist. Da bist Du in mehreren Punkten im Hintertreffen, - das ist eigentlich nur Dein persönliches Bauchgefühl. Ist ja auch o.k., aber wundere Dich nicht, dass das hier nicht ankommt.
Es ist eine Tatsache, dass anderslautende Meinungen, - also, wenn sie konträr zum Immigrationsthema sind - in den meisten Medien als Leserkommentare zensiert werden. Vom Hamburger Abendblatt bis zur Wiener Zeitung, - geografisch und faktisch gesehen.
Das ist der Grund dafür, dass sich hier die Konträrmeinungen häufen, - sonst würden die sich anders verteilen.
Ob Du es mir glaubst oder nicht: Gerade seit heute arbeitet ein Schwarzafrikaner bei mir. Kommt aus Ghana. Anfangs hatte ich zwar Bedenken, - aber der Mann ist nett, intelligent, spricht deutsch und englisch und will von dem leben, was er verdient. Ich habs aber hauptsächlich deshalb probiert, weil ich dem Mann persönlich näher kommen will und dadurch mehr Kenntnisse darüber erhalte, was da unten eigentlich los ist, was der wirkliche Grund für das Abhauen aus den afrikanischen Ländern ist.
Dazu ist es für mich eine persönliche Erfahrung, und ich weiß gerne authentisch über eine Sache etwas, bevor ich darüber spreche.
Viele haben meinen Beitrag weiter unten gelesen, - wenn Du meinen Beitrag nicht kennst, dann klick auf das:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=367365&page=1&category=0&or...
Solltest Du da Argumente haben, die einiges dabei in Frage stellen, - dann bin ich für alles offen. Auch direkt auf mein Mail.