Antwort

Rybezahl, Montag, 20.07.2015, 23:06 (vor 3838 Tagen) @ Bernadette_Lauert8528 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 20.07.2015, 23:11

...da ich nach wie vor der Meinung bin, dass wenn mehr über Eristische
Dialektik gesprochen wird, das Diskussionsniveau steigt, schlage ich
Einschränkungen für Deine Prämisse vor, welche da lautet: "Eristische
Dialektik soll kein Thema sein".

Das ist nicht eine meiner Prämissen. Da hast du mich falsch verstanden. Ich sage nicht, dass man sich nicht darüber unterhalten soll.

Dieser Prämisse stimme ich nicht vollumfänglich zu, denn Schopenhauer
hat schlichtweg die Tricks aufgezeigt, wie man Recht behält ohne Recht zu
haben, beziehungsweise, wie man Debatten stört/zerstört, so dass es
keinen - für gewisse Teilnehmer der Debatte unliebsamen - Erkenntnisgewinn
geben kann.

Ich unterstelle aber niemandem, solche Kunstgriffe bewusst anzuwenden. Kunstgriffe sind es erst in den Augen dessen, der die Eristik bemüht.

Vorschlag: Wenn man sich getrollt fühlt, weil es keine inhaltliche
Auseinandersetzung gab, sondern nur eine "getrickste", darf man ruhig auf
die Kunstgriffe des Herrn Schopenhauers verweisen.

Ja, kann man. Besser wäre es meiner Meinung nach aber noch, das Argumentationsmuster kurz und schlüssig aufzudecken, statt den Schopenhauer mit seiner Eristik quasi als "philosophisches Kriegsmittel" zu bemühen.

Die Frage, ob jemand vom Thema abweiche, um der Argumentation zu entgehen, ist ja nun kein Geniestreich und muss nicht durch Schopenhauer legitimiert werden.

--
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