Claus Kleber twittert sich seine Desinformation zurecht

Bernadette_Lauert, Montag, 20.07.2015, 18:26 (vor 3838 Tagen) @ Bernadette_Lauert10183 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Sonntag, 29.11.2015, 18:04

Claus Kleber, Moderator und Leiter der ZDF-Nachrichtenredaktion sowie Kuratoriumsmitglied einer Stiftung des deutsch-amerikanischen Elitenetzwerks Atlantik-Brücke sowie der US-amerikanischen Denkfabrik "Aspen-Institut", hat was getwittert:

[image]

Die URL verweist auf den Beitrag, den ich in der Initialpfostierung angesprochen habe. Hintergrund sind massive Zuschauerreaktionen auf die umschwenkende Berichterstattung, die den Rechten Sektor nun thematisiert. Es ist viel Häme dabei.
Hab den klebrigen Text aus der Ursprungsmeldung, mit der sich Kleber reinwaschen will, mal transscribiert:
"In solchen Konflikten ist es immer schwer, Wahrheit von Propaganda zu trennen. Zur Zeit ist es besonder schwer. In allen großen Konflikten - Syrien, Irak, Palästine, Ukraine und besonders Ukraine - Wem soll man da tauen? Andererseits ist es ja auch keine Option garnichts als Tatsache zu akzeptieren. Manche Propagandaaktionen wollen ja genau das: Zweifel säen. Propaganda auf allen russischsprachigen Kanälen lässt Millionen Menschen immerhin glauben, in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine herrschen blutrünstige Faschisten, die einen Genozid an den russischstämmigen in der Ostukraine planen. Wir - und viele Meiden sind Hinweisen nachgegangen, ob das stimmt. Und haben festgestellt: Es gibt diese Faschisten nicht. Jedenfalls nicht an verantwortlicher Stelle in Kiew. Und trotzdem bekommen wir immernoch Zuschriften, die das Behaupten."

Das hat schon was doppeldenkmäßiges, diese Propaganda in das Thema Propaganda zu framen (Mehr zum Thema "Framing", weiter unten). Orwell lässt grüßen.

Die ZDF-Nachrichtenredaktion löscht auf Facebook, wo der Tweet als Statement gebracht wurde, jedenfalls viele Kommentare, aber es kommt genug durch.

https://www.facebook.com/ZDFheute/photos/a.275406990679.144521.112784955679/10153491094...

Ich finde die Debatte extrem wichtig.
Stimmen die Fakten? Der Rechte Sektor und andere Faschos hatten zu dem Zeitpunkt - so wie auch heute - sehr wohl verantwortliche Positionen.
Viel wichtiger ist aber: Das Framing (journalistischer Ausdruck: "Einrahmen") ist komplett daneben. Der Rechte Sektor war die gelenkte Schlägertruppe im Rahmen des von den USA lancierten Regime Chances.
Der Rechte Sektor et al. waren immer eine Gefahr.
Jetzt könnten sie bald nach Kiew marschieren und einen neuen Maidan anzetteln...
Kleber hat stets weggelabert, dass da eine Gefahr in Form mehrerer Batallione besteht, die einen Machtfaktor parallel zur staatlichen Polizei/Justiz darstellen. Finanziert von Oligarchen... Diese Wahrheiten wegzulassen ist aus meiner Sicht kein Journalismus, sondern Desinfo.

Den Shitstorm in den Sozialen Medien hat er sich redlich verdient.

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Wie denkt ihr darüber?

Gruß, Bernadette


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