#Bildboykott: Springer oder nichts / Beispiel für Marktmachtausnutzung
Ich berichtete hier regelmäßig über #Bildboykott.
Hier der letzte Stand: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=350607
Kurz erklärt: Diverse Einzelhändler nahmen nach der unterirdischen Berichterstattung die BLÖD-Zeitung aus den Regalen und begründeten das auf Hinweisschildern und in Facebook und im Web mit der schlechten, hetzerischen Berichterstattung.
Die Taz (die sich im Grunde auch nicht mit Ruhm bekleckert hat), berichtet hier zur Intention der boykottierenden Händler, die zur Germanwings-Berichterstattung ausgestiegen sind:
"Jegliches Feingefühl für journalistische Ethik ließ vor allem die Bild vermissen. Bild-NRW-Reporter Frank Schneider twitterte Fotos von Angehörigen, in dem Moment, in dem sie von dem Tod ihrer Familienmitglieder erfuhren. Auch auf der Titelseite der Zeitung wurden weinende Angehörige zur Schau gestellt. Das Privatleben des Co-Piloten wurde bis ins kleinste Detail ausgeleuchtet. Die Händler wollten dies nicht weiterverbreiten – und bekamen dafür die Quittung."
Denn jetzt schlug das Springer-Imperium zurück und gibt ein anschauliches Beispiel für Marktmacht:
Wie ein betroffener Einzelhändler hier auf Facebook berichtet, geschah folgendes:
"Sehr geehrte Kundschaft,
heute Morgen nun erreichte uns die Kündigung des MITTELDEUTSCHEN PRESSEVERTRIEBES!
Mit der Begründung, dass wir uns standhaft weigern die BILD Zeitung zur Auslage zu bringen. Gekündigt wurde die Belieferung zum 22.05.2015 . Da es ein Gebietsrecht gibt, dürfen wir uns von keinem anderen Grossisten beliefern lassen, das heißt wir dürfen uns ab sofort keine Zeitschriften von einem Pressevertrieb liefern lassen.[...]"
Der Händler will sich nicht beirren lassen und verkauft auf der freigewordenen Fläche Bestseller und Kinderbücher.
"Keep Fighting the good Fight, Edeka Haymer!"
Gruß, Bernadette