Nach Telefonat mit Deutscher Flugsicherung (DFS), habe ich erfahren, dass
es tatsächlich so ist, dass auch die vorselektierte Höhe, an den Tower/die Fluglotsen übertragen wird.
Ob so die Daten vom FMS (Flight Management System) oder von der FCU (Flight Control Unit) übertragen werden weiß ich nicht, also ob von beiden Systemen Daten übertragen werden.
Die vorselektierten Daten erscheinen aber nicht automatisch auf dem Schirm des Fluglotsen. Dazu müsste er die Funktion für die Darstellung dieser Daten extra einschalten. Ob damit dann bei allen Flugzeugen auf dem Schirm diese Daten dargestellt werden oder nur für ein bestimmtes Flugzeug, habe ich nicht gefragt - wahrscheinlich letzteres. Vor allem im Bereich von großen Flughäfen mit einer hohen Dichte von Flugzeugen auf begrenztem Raum werden die Zusatzdaten nicht dargestellt.
Es gibt aber, zumindestens in Deutschland, aber wohl nicht europaweit, ein elektronisches Warnsystem, das mit (akustischem?) Signal warnt, wenn eine voreingestellte Höhe eines/r FMS/FCU nicht mit der Freigabe durch den Fluglotsen übereinstimmt - zur Dokumentation wird diese Freigabe im System gespeichert, früher wurden dafür Papierstreifen ausgedruckt.
Die Warnung kommt, egal ob die Darstellung der Daten aktiviert war oder nicht!
Wie schnell dieses Warnsystem reagiert konnte mir Herr Pulver von der DFS ( http://www.dfs.de ) nicht sagen, aber er meinte, dass dies höchstwahrscheinlich innerhalb weniger Sekunden passiert oder sogar in Bruchteilen von Sekunden.
Jetzt wäre es eine Sache für investigative Reporter, dem mal nachzugehen, d.h. zu kucken, wie das im Falle des Germanwings-Airbus war bzw. wie das bei der französischen Flugsicherung so gehandhabt wird.
Es kommt vor allem auch darauf an wieviele Sekunden die Höhenvoreinstellung existierte (nachzuprüfen mit Hilfe der Daten aus dem Daten-Recorder).
EDIT:
Hinweis zu Erscheinen einer Warnung bei falscher Höheneinstellung auch ohne Darstellung auf Lotsenschirm.