ADS-B sendet permanent
Hallo Leser68!
Danke zunächst für die Hinweise zum Thema Flugflächen.
Die Info mit der Datenübertragung des Autopiloten habe ich aus dem Heise-Forum.
Dort schrieb @Bernhard Kuhn: Die im Autopilot vorselektierte Höhe wird per ADS-B an den Lotsen übertragen. Deshalb hört man von dem häufiger mal über Funk "check altitude settings" wenn da was Falsches eingestellt wurde. Wenn die Fehleinstellung aber nur kurz angedauert hat dann hat es der Lotse vermutlich gar nicht bemerkt.
Quelle: http://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Flug-4U9525-Neue-Indizien-fuer-Toetungsa...
Als dort von @.. nachgehakt wird: Sehen alle ATCs diese Daten??
FR24 hat ja die gesendeten Einstellungen vom Rückflug schon relativ schnell ausgewertet und veröffentlicht? ..
Darauf antwortet @Bernhard Kuhn: In einem Artikel in "Pilot & Flugzeug" hieß es mal das die eingestellte Höhe bei ADS-B übertragen wird. Und ein Kumpel von mir (Copilot bei der Lufthansa) hat sich kürzlich auch gewundert warum er vom Lotsen angeraunzt wurde wenn versehentlich die falsche Höhe vorselektiert war. Aber schon möglich das diverse Daten speziell erst mal über 1030MHz angefragt werden müssen und dass dies dann auch nur auf Knopfdruck vom Lotsen passiert. Hängt möglicherweise auch davon ab wie modern das Terminal ist. ..
Wenn man nun bei Wikipedia zum Thema Automatic Dependent Surveillance - Broadcast (ADS-B) nachliest, dann findet man:
Die Luftfahrzeuge bestimmen selbständig ihre Position, beispielsweise über Satellitennavigationssysteme wie GPS mit EGNOS und GLONASS. Die Position und andere Flugdaten, wie Flugnummer, Flugzeugtyp, Zeitsignal, Geschwindigkeit, Flughöhe und geplante Flugrichtung werden kontinuierlich – typischerweise einmal pro Sekunde – ungerichtet auf 1090 MHz abgestrahlt. Daher bezeichnet man das Verfahren als ADS-B (broadcast), genauer als ADS-B out für output. Ebenfalls möglich ist der Versand auf Anforderung. Das System heißt dann ADS-C (contract) oder auch ADS-A (adressed).
Die Flugkontrolle empfängt die Daten aller Verkehrsteilnehmer (als ADS-B out) und bereitet sie grafisch auf. Diese Informationen sind denen, die aus Bodenradarbeobachtungen abgeleitet werden, deutlich überlegen. Werden die gesamten Verkehrsdaten über ADS-B in (in für input) an die Flugzeuge übermittelt, verfügen Piloten und Fluglotsen über dieselbe Übersicht über den Flugverkehr, das sogenannte Cockpit Display of Traffic Information (CDTI). Die Reichweite der ADS-B-Ausstrahlung beträgt bis zu 200 nautische Meilen (370 km) für Empfangsstellen am Boden.
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Primär wird ADS-B von der Flugsicherung eingesetzt zur Ortung und Überwachung von Luftfahrzeugen zur Erhöhung der Sicherheit durch verbesserte Informationen für den Piloten über die Flugzeugumgebung.
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Einige Webdienste wie z. B. Flightradar24 werten diese Daten ebenfalls aus.
Bei vielen neu ausgelieferten Verkehrsflugzeugen gehören ADS-B-Transponder zur Standardausrüstung.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Automatic_Dependent_Surveillance
Fassen wir zusammen:
Die automatische bordabhängige Überwachung (ADS-B) ist ein System der Flugsicherung zur Anzeige der Flugbewegungen im Luftraum.
Wesentliche Daten wie Flughöhe, Flugrichtung oder Geschwindigkeit werden jede Sekunde gesendet.
Der Webdienst Flightradar24 wertet diese Daten aus.
Hier noch ein Link zum Thema: http://www.airbus.com/fileadmin/media_gallery/files/brochures_publications/FAST_magazin...
Frage an den Sender Eriwan.
Wenn ein schnöder Internetanbieter für Tante Frieda und Onkel Otto die wesentlichen Flugzeugparameter permanent anbietet, dann sollte die Luftraumüberwachung dazu nicht in der Lage sein?
Oder anders gefragt, müßte die Flugkontrollstelle nicht hellwach werden, wenn „da oben“ jemand mit den Reglern spielt?
Der "Todespilot soll doch fast 2 Minuten lang zwischen MIN und MAX "geübt" haben.
@Rybezahl mag das vielleicht so sehen, ich kann mir das kaum vorstellen.
Aber wie gesagt, was nützen gesendete Daten wenn diese ggf. nicht zur Kenntnis genommen werden. In diesem Sinn besteht hier schon eine gewisse Unschärfe.
mfG
nereus