Entwicklung durch Technik?

Taurec ⌂, München, Donnerstag, 29.12.2016, 10:50 (vor 3361 Tagen) @ Weiner4483 Views

Hallo!

Das geht nicht: die allererste Notwendigkeit ist die, dass eine Lösung
für den gesamten Planeten und für die gesamte Menschheit
gefunden werden muss.

Eine Lösung dieses Problems halte ich für unmöglich. Die Existenz von annähernd 7,5 Milliarden Menschen mit steigender Tendenz basiert auf der Vernutzung der natürlichen Ressourcen des Planeten, ist also begrenzt. Lediglich für ≈250 Millionen Menschen gibt es eine Zukunft auf Erden. Dieser über Jahrtausende nicht überschrittene Bevölkerungsstand entspricht offenbar der Zahl, bis zu welcher sich Völker regional mit eigenen Mitteln nachhaltig, d. h. subsistent ernähren können.

Gleich kommt mir wieder jemand mit freier Energie. Das ist aber utopisch und löst keine Detailprobleme. Allein die Änderung der gegenwärtigen Wirtschaftsweise (selbst wenn es technische Lösungen gäbe) würde wohl großen Bevölkerungsteilen die Lebensgrundlage entziehen und ein Massensterben auslösen.

Das ganze sinnlose Herumgedenke an gordischen Knoten wird mit der Massenbevölkerung, auf die sich Kernprobleme unserer Zeit zurückführen lassen, verschwinden, wenn diese in der Bevölkerungsfalle zugrundegeht.

Die Frage ist, ob und wie wir als Ethnie durch diesen Flaschenhals, der irgendwann auf uns zukommt, hindurchkommen. An diesem Problem wird uns keine Staatsverfassung, keine Kooperative oder sonstige Ideen, die ja letztlich doch nicht verwirklicht werden (weil sie das gar nicht können) vorbeiführen. Die Lösung ist wohl nur auf individueller Ebene zu finden. Ich neige zu Kleingruppen, die sich einigeln, wenn das Feuer sie erreicht. Für alle oder auch nur einen großen Teil gibt es keine Lösung. Das Erscheinen der großen Zahl auf Erden ist ja die Katastrophe, bzw. ein wesentlicher Teil jener.

Nein! Der cäsarische Komplex besteht eben darin, dass er die
Finanzstrukturen, die militärischen Strukturen und die medialen Strukturen
zu einem in sich stabilen und effizienten Herrschaftsinstrument
integrieren kann. Das lässt sich bereits bei Cäsar selbst sehen,
der nicht nur ein außerordentlicher Feldherr war sondern zugleich auch ein
Finanz- und und Propagandagenie (De Bello Gallico ...). Und auch heute
laufen wieder vergleichbare Bestrebungen, die Rothschilds und Rockefellers
gehören eigentlich schon der Vergangenheit an.

Ich schrieb auch nicht, daß die Wirtschaftsseite des Lebens verschwinden würde. Sie wird der politischen Seite untergeordnet, wie es der natürlichen Ordnung entspricht.

Nein! Die religiöse Komponente wird es nicht mehr geben. Das ist
eindeutig vorbei. Die Religion der Zukunft ist (wieder) eine komplett
private, und zwar auch dann, wenn sich größere Gemeinschaften zu ihr
bekennen und das dabei, aus welchen Gründen auch immer, öffentlich
machen. Tatsächlich aber wird es die "Zustimmung" geben. Die haben alle
Kaiser auch immer erwartet. Siehe etwa: Demonstrative Legitimation der
Kaiserherrschaft im Epochenvergleich - Zur politischen Macht des
stadtrömischen Volkes
(Julia Sünskes Thompson, Franz Steiner Verlag,
Stuttgart 1993), oder einfach mal eine Suche machen in den großen
Bibliothekskatalogen unter 'Kaiserkult', 'Kaiserwahl' etc.

Du unterstellst mir da offenbar Gedanken, die ich gar nicht hatte.

Nein! Wie oben gesagt können die künftigen kontinentalen Konglomerate
nicht mehr expansiv auftreten, sondern sie müssen sich auf allen
relevanten Ebenen absprechen. Der Wohlstand wird größer sein als heute,
der Bevölkerungsstand wird gehalten werden (100 Millionen Tote im Laufe
der Umwälzungen treten dabei nicht in Erscheinung ...), im Laufe des 21.
und 22. Jahrhunderts wird es anschließend allerdings einen
Bevölkerungsrückkgang geben - eben wegen des Wohlstandes. Die
Rohstoff-Frage wie heute, und vor allem die Energie-Frage wird es nicht
mehr geben. Ganz im Gegenteil wird die Politik wird in den Hintergrund
rücken, weil die Wohlstandsfragen und die Verteilung, die aktuell so viel
Energie absorbieren, gelöst sein werden. Und zwar TECHNISCH.

Du scheinst Politik (wie für moderne Menschen typisch) als bloßen Bereich für Verteilungsfragen zu verstehen, also letztlich doch unter dem Primat der Wirtschaft. Zudem scheinst Du die Probleme innerhalb des geistigen Rahmens lösen zu wollen, der ursprünglich zu ihrer Entwicklung angestoßen hat, nämlich technisch, also unter dem Eindruck eines menschlichen Machbarkeitswahns, der den Lauf der Natur überwinden und kontrollieren könnte. Die Utopie, mit Wissenschaft und Technik die Welt zu verbessern und die Menschheit in Eigenägide weiterentwickeln zu können, hat zur heutigen Misere wesentlich geführt. Ich halte das für einen "luziferischen Fallstrick", über den die Menscheit nicht zufällig gefallen ist. Seine Überwindung entspricht der Überwindung der Verstandesfixiertheit des Menschen, um diesen Teil unseres Wesens wieder auf den Rang zurückzuführen, der ihm naturgemäß zukommt. Was wir in unserem Zeitalter erleben, sind die Auswirkungen des Beschreitens eines Irrweges. Es gehört meines Erachtens zum Reifungsprozeß des Menschen, dessen nächstes Stadium nur durch eine fundamentale Lebenskrise, die uns unsere Irrtümer bewußt macht, erreicht werden kann. Dann können auf den Trümmern des Alten noch ältere Schichten in erneuerter, verjüngter und höherer Form wiederkehren.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


Weltenwende


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