Eine weltfremde Chimäre
Hallo!
dann wäre es doch gut, wenn wir irgendwann einmal eine demokratische
Staatsform in Deutschland etablieren könnten. Wir sind jedenfalls z.Zt.
weit davon entfernt.
Leider glaubt die Mehrheit immer noch (und wird immer glauben), daß, was man sich so vorstellen kann, auch in der Tatsachenwelt verwirklichbar wäre.
Das "demokratischste", das real funktionieren könnte, wäre die Führungswahl innerhalb Gruppen gleicher Männer (!) in einer ansonsten hierarchisch fest gefügten Gesellschaftsordnung mit weitgehend undurchlässigen Ständen oder Kasten. Zum Beispiel:
- Wahl des Kaisers durch die Spitzen des Hochadels
- Wahl der Vorgesetzten innerhalb der Zünfte
- Die Volksversammlung in der attischen Demokratie aus freien, wehrhaften lang ansässigen Männern
- Das altisländische Althing aus allen freien und volljährigen Männern
Jede andere Form der Demokratie muß zwangsläufig zu den Verhältnissen führen, die wir jetzt haben. Es kann gar nicht anders sein, weil jede über das obige hinausgehende Form der Demokratie gegen die Ordnung der Natur und die der menschlichen Spezies angeborene Form der Staatenbildung ist. Solche Grundsätzlichkeiten, die Vorbedingungen des menschlichen Lebens überhaupt sind, können nicht beschlossen und geändert werden.
In Deutschland, Europa und Amerika herrscht derzeit die reinste und vollendedste Demokratie der bekannten Geschichte. Was die Demokratie in den Köpfen und auf dem Papier sein soll, ist eine irrationale, weltfremde, nicht verwirklichbare Utopie. Was wir praktisch haben – Geldherrschaft in Verbindung mit Technik und Massenmanipulation, ist die Form, welche die Verwirklichung dieser demokratischen Utopie in jedem Fall annehmen muß. Das ist die unbequeme Wahrheit.
Demokratie ist keine Gesellschaftsordnung, sondern die Abwesenheit jeglicher Ordnung. Das Vorhandensein einer schriftlich fixierten Verfassung ist das deutlichste Anzeichen, daß eine echte innere Verfassung des Volkes, durch welche sich die Gesellschaft der Tradition, den Sitten, der Religion folgend organisch selbst ordnet, fehlt. Daß einem schriftlich Rechte, Freiheit, Gleichheit garantiert werden, bedeutet nichts anderes als die Abwesenheit dieser Dinge. Was selbstverständlich jedem eignet, muß nicht sonders betont werden, dringt in der Regel kaum je ins Bewußtsein. Eine Ordnung, welche als solche zwangsläufig Unterschiede, verschiedene Rechte und unterschiedliche Freiheitsgrade bedeutet, fehlt in einer demokratischen Verfassung. In einem Staat, in dem jeder alles haben soll, ist alles nichts und keiner hat etwas.
Man vergesse Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung und ähnliche nichtswürdige, hohle Phrasen, die in der realen Welt inexistent nur insofern von Bedeutung sind, als sich damit Menschen emotionalisieren und zu bestimmten Denk-, bzw. Handlungsweisen bewegen lassen. Wer ist schon so stark, sich selbst und öffentlich einzugestehen, daß er mit gut klingenden Wörtern wie "Rechte", "Freiheit", "Gleicheit" verbundene Konzepte ablehnt, weil es sich dabei lediglich um ein Instrumentarium handelt, das von anderen zur eigenen Unterwerfung ins Feld geführt wird? Die Masse hat diese süßlichen pseudoreligiösen Schlagworte derart verinnerlicht, daß selbst ein Aufbegehren gegen das System sich nach ihnen richtet und die Menschen an der Nase herum wieder zurück ins Gehege der Demokratie führt – also zur Fremdherrschaft, zur Ausbeutung, zur geistigen und körperlichen Abhängigkeit, zur Nichtverwirklichung der eigenen Natur und Lebensaufgabe, zum Unglücklichsein, zur Auflösung der eigenen Kultur und letztlich zur endgültigen Auslöschung des eigenen Volkes, bzw. aller Völker.
Wenn man mal Spengler (sowie andere wie Evolas Revolte gegen die moderne Welt) lesen und verstehen würde, hätte man bereits einen ersten Schritt getan, von der modernen Welt sukzessive eine Schicht nach der anderen abzuziehen und zu verwerfen, bis man radikal zum Kern des Seins vorgestoßen ist, von dem aus sich vielleicht dereinst die Kultur wieder entwickeln lassen kann.
Gruß
Taurec
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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“
Weltenwende