Gustave Le Bon schrieb, was Sache ist

Monterone, Mittwoch, 28.12.2016, 11:39 (vor 3362 Tagen) @ teotorriate6933 Views

Zur "demokratischen Wahl" von Donald Trump zum US-Präsidenten kann ich
nur ein Zitat beisteuern:

In der Politik geschieht geschieht nichts zufällig. Wenn etwas
geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf dieser Weise geplant war.

Franklin D. Roosevelt (1882-1945)

Womit wir es zu tun haben, wurde 1912 von Gustave Le Bon formuliert, dessen Psychologie der Massen im Gelben Forum oft und gerne zitiert wird.

In seinem Buch *La Révolution française et la Psychologie des Révolutions*, Paris 1912, finde ich auf S. 112 folgende Sätze:

*Die religiöse Form, die von der Revolution (und also Demokratie, B.) angenommen wurde, erklärt ihre expansionistische Kraft und ihr Prestige, das sie ausgeübt hat und immer noch ausübt. Wenige Historiker begreifen, daß diese große Bewegung als Gründung einer neuen Religion betrachtet werden muß. Der scharfsinnige Tocqueville, glaube ich, war der erste, der das gespürt hat.*

Es wäre allerhöchste Zeit zu erkennen, daß wir es mit einer neuen Religion zu tun haben und folglich alles, was mit dem derzeitigen Herrschafts-, Unterdrückungs- und Ausbeutungssystem zu tun hat, so betrachtet werden muß, wie man auch auf die übergeschnappte Rhetorik moslemischer Prediger oder klerikales Geschwalle reagieren würde.

Die Notwendigkeit, alles Demokratische sub specie des religiösen Wahnsinns zu betrachten, gilt selbstverständlich für alles, vom Großen bis in's Kleine. Nichts darf davon ausgenommen werden, auch nicht Parlamentarismus, Wahlen, der sogenannte Rechtsstaat, Wirtschafts- und Finanztheorien, Geschichtsbücher, Medieninhalte oder Ansprachen der regierenden Bonzen.

Im Moment gibt es keine Religion, die so sehr eine Aufklärung nötig hätte wie der Demokratismus. Das verbindet diese Form des kollektiven Irrsinns mit dem Islamismus.

Monterone

Quelle: Gustave Le Bon, La Révolution française et la Psychologie des Révolutions, Paris 1912, S. 112: *La forme religieuse rapidement revêtue par la Révolution explique son pouvoir d’expansion et le prestige qu’elle exerça et exerce encore. Peu d’historiens comprirent que ce grand mouvement devait être considéré comme la fondation d’une religion nouvelle. Le pénétrant Tocqueville est, je crois, le premier à l’avoir pressenti.*


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