Das stimmt auch und mag für die prozentuale Entwicklung im Baugewerbe gelten. (mT)

DT, Freitag, 02.12.2016, 08:29 (vor 3389 Tagen) @ mh-ing4929 Views

Aber man muß auch beachten, daß seit 2000 die Löhne und Gehälter auf breiter Front gefallen sind und in den Ballungszentren wie Frankfurt, Stuttgart oder München schon 2000 die Wohnungen extrem teuer waren.

Was sich vor allem seit 2008 dann abgespielt hat, hat die Quadratmeterpreise für Baugrund und Wohnungen in den Zentren in derartige Höhen getrieben, daß zusammen mit den stagnierenden Löhnen und Gehältern und bei der Berücksichtigung, daß gerade junge Familien in sehr unsicheren Verhältnissen leben (Praktika, Zeitverträge, Kürzungen als Einsteiger) dem Markt nicht mehr beitreten können, ohne daß sie erben oder sich massiv (bei fast 0% Zinsen) verschulden.

Das war früher anders.

Wie soll ein Ingenieur, der bei einer High-Tech Leiharbeitsfirma arbeitet und mit vielleicht 45000 EUR Bruttojahresgehalt einsteigt, beim Daimler zB, sich eine Wohnung oder gar ein Haus in Böblingen oder Sindelfingen leisten, wenn schon der alte Schrott bei 3000 EUR/m² beginnt? 100 m² für eine normale4-köpfige Familie liegen dann bei 300 000 EUR. Das sind 7-8 BRUTTOJahresgehälter. Natürlich kann er in den Schwarzwald fahren, aber auf der maroden Infrastruktur oder bei den unpünktlichen Zügen macht das auch kein Spaß.


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