Bullshit. (mT)
Wir reden nicht über NYC, San Francisco oder San Diego. Wir reden von überall.
Die Preise dort sind nämlich gar nicht so verrückt wie man denkt.
http://www.zillow.com/home-values/
Während meiner eigenen Zeit im Amiland war ich überrascht, wie affordable Häuser in den USA waren, auch und gerade im Vergleich zu den incomes.
Häuser im Preissegment 200-300 kUSD waren keine Seltenheit. Natürlich sind das nur Holzhütten mit Dachpappe und lauter Chinakram drinnen, Gipsplatten etc., keine Häuser aus Ytongsteinen und verklinkert, aber trotzdem.
Zudem muß man sehen, daß bis vor ein paar Jahren noch die Valuation 1 EUR = 1.4 USD dazu kam, was zum Beispiel im Jahr 2009 oder 2010 selbst Condos oder Highrise Apartments in Downtown San Diego (Gaslamp Quarter) extrem affordable für den deutschen Käufer gemacht hat. Dort gabs schon 1000 ft² Wohnungen für etwas über 300000 EUR in Toplage mit Blick auf Coronado oder aufs Meer.
Dafür gibts heute im Raum München, Stuttgart, Freiburg, Heidelberg, Nürnberg oder Frankfurt keine Toplagen mit Topausstattung mehr.
Dazu kommt noch, daß ein anständig ausgebildeter Akademiker mit Ingenieurs- oder Informatikhintergrund leicht die 6 digits in USA verdient (CalBear, confirmation bitte!), aber in Deutschland nicht so leicht die 6 Digits anrollen, und bei fast 1:1 Umtauschkurs machts das ganze auch nicht leichter.
Von daher: das Statement, der deutsche Markt sei spottbillig für Amis: stimmt nicht.
Daher und natürlich auch wegen der ganzen Mortgages und der Möglichkeit, sich nach 7 Jahren zu entschulden bei bankruptcy ist die home ownership rate in USA natürlich viel höher. Die Zersiedelung ist natürlich auch schlimmer, man schaue sich Städte im Westen wie Albuquerque, Phoenix, aber auch Denver oder Salt Lake City an.
Kein Wunder, daß sich in so einer Stadt fast jeder das "frei" stehende Einfamilienhaus mit Pool und Golfplatz in der Neighborhood leisten kann, wenn man zB bei Motorola als Elektronikingenieur oder Software-Spezialist arbeitet. Das geht in MUC kaum noch.