Sammelantwort: Target2 für Doofe ...
Da ja die unterirdischen Schwurbeleien nicht aufhören wollen, weil die beteiligten Pro- und Antagonisten einfach nicht die Originalliteratur lesen, sondern ihre eigenen frei erfundenen Annahmen an deren Stelle setzen wollen, hier nochmal Target2 für Doofe:
a) Target2 ist ein System (der Kontenführung). Als solches wäre es erstmal 'wertneutral'.
b) Dieses System war von Anfang an dazu gedacht, daß "am Ende des Tages" keine Negativ- oder Positivsalden stehenbleiben.
c) Seit spätestens der Krise in der EU-"Südschiene" bleiben aber Salden stehen, die zwar schwanken, aber, in der Tendenz "zugunsten" der Deutschen Bundesbank zunehmen.
d) Solange das EZB-System sich nicht in Luft auflöst, sind das scheinbar werthaltige Forderungen gegenüber, in letzter Konsequenz, anderen EZB-Teilnehmerbanken, die aber "gerade nicht flüssig" (genug) sind.
e) Das genau aber ist nicht der Sinn des Target2-Systems!!!
f) Und wenn daher sich diese Forderungen als uneinbringlich erweisen, dann erleidet diejenige nationale Zentralbank (den größten) Verlust, die am meisten uneinbringliche Forderungen im Target2-Saldo stehen hatte. Daß man ausgerechnet dann diese Salden "rückvergüten" wird, glaubt nur, wer nicht weiß, was Argentinien ist.
Daß man diese Verluste durch "erneute" Geldschöpfung "ausgleichen" könne, kann man nur im Anfall geistiger Umnachtung behaupten.
Der möge daher sein persönliches Konto für Target2 zur Verfügung stellen. "Put your money where your mouth is".
Und nein, ich habe Target natürlich auch nie verstanden.
Ich kann es nur, seltsamerweise, vielleicht aufgrund medialer Fähigkeiten, erklären.
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