Sind Target-II-Salden im Europäischen Zentralbanksystem Überziehungskredite, bedrohen deutsche Vermögen und Wirtschaftskraft?
Es war bekanntlich der inzwischen emeritierte Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Prof. Hans-Werner Sinn (dem kein Kritiker bislang wirklich das Wasser reichen konnte), der auf die Brisanz der unbesicherten Target-2-Salden aufmerksam machte.
Von Unglauben bis Haß, auch aus "wissenschaftlichen Zirkeln" streuten die Reaktionen, obwohl er die Target2-Problematik, getreu seiner üblichen Arbeitsweise, ziemlich sauber analysiert hatte. Es ging wohl mehr darum, daß nicht sein kann, was nicht sein darf. Es gab allerdings auch durchaus gewichtige Gegenstimmen. Auch der Bundesbank-Präsident Weidmann schaltete sich ein und weckte damit Zweifel, ob er seinen eigenen Beritt wirklich kennt. Ein anderer Artikel war für mich beim Durchlesen derart konfus, daß ich es aufgegeben habe.
Nach Prof. Sinn und anderen ist die Target2-Problematik sehr schnell und einfach erklärt:
Da die einzelnen nationalen Zentralbanken über die Europäische Zentralbank miteinander verrechnen, entstehen Plus- und und Minussalden, je nachdem, wieviel ein Land bei einem anderen Euro-Land einkauft. Sind keine ausreichenden Guthaben bei der betr. nationalen Zentralbank des Einkäuferlandes, etwa Griechenlands, vorhanden, so wird "angeschrieben". Egal wo, seit Einführung des Euro, spätestens aber seit dem Lehman-Kollaps, wird einfach nur noch aufgeschuldet, nicht mehr (vollständig) getilgt. Damit das überhaupt möglich ist, mußte der Zinseszins-Effekt ausgehebelt werden - mit Null- und Negativ-Zinsen. Adolf Hitler und sein Geldberater Feder hätten ihre helle Freude!!!
So fehlen daher auch nicht die bezahlten Lemminge in dieser Diskussion. Einer schreibt doch tatsächlich ein Buch mit dem Titel: "Lang lebe der Euro! Warum wir für unsere Währung auf die Straße gehen sollten". So, wie die Eliten schon für Griechenland-Anleihen auf die Straße gingen. Und erst recht die Griechinnen.
Das Target2-System wirkt somit (mittlerweile) wie ein unbegrenzter Überziehungskredit, wie, wenn alle nationalen EZB-Mitgliedsbanken sich gegenseitig unbegrenzt Kontokorrent-Kredite einräumen würden. Vgl. Hans-Werner Sinn: "Die Target-Falle: Gefahren für unser Geld und unsere Kinder".
Natürlich war das so nicht gedacht (oder vielleicht doch???), denn in ihrer Verbohrtheit dachten Helmut Kohl und die anderen "europäischen" Politiker, die das Euro-Abenteuer verbrochen haben, nicht daran, daß es derartige dauerhafte Ungleichgewichte geben könnte. Dabei hätte ein kurzer Blick auf den innerdeutschen Länderfinanzausgleich zumindest stutzig machen müssen. Zwar ist das kameralistische System der Länderhaushalte nicht direkt mit dem EZB-Verrechnungssaldensystem vergleichbar, es zeigt aber auf, daß es zwischen unterschiedlich produktiven Wirtschaftszonen dauerhafte Ungleichgewichte geben kann, sofern man endlos anschreibt, ohne Rückzahlung zu fordern. Nichts anderes ist ja der Länderfinanzausgleich, er wird nur nicht als Kredit durchgeführt, sondern gleich als ewigwährendes Geldgeschenk. Beim Target2-Verrechungssystem tut man anfangs halt so, als gäbe es eine Rückzahlungsverpflichtung, läßt aber, anders als sonst bei Kreditgeschäften üblich, die Rückzahlungszeithorizonte geflissentlich unter den Tisch fallen.
So, wie die wirtschaftliche Ungleichheit der deutschen Bundesländer seit 1949 praktisch unverändert fortbesteht (Bayern oder Baden-Württemberg zahlen ein, Bremen z.B. bedient sich), so war es nie anders innerhalb Europas: Frankreich und Griechenland oder Großbritannien hatten grundsätzlich immer wieder mit Inflationstendenzen zu kämpfen, mit denen sie sich über Währungsverschlechterung z.T. "entschuldeten", somit aber auch weniger in den Hartwährungsländern einkaufen konnten. Die EU-Staaten der "Südschiene" sind aber ohnehin schon Netto-Empfänger von EU-Mitteln, d.h. die Target-2-Geschenke erhöhen diese Transfers nochmal erheblich.
Mit Einführung des festgezurrten Wechselkursverhältnisses, das der Euro systembedingt in jedem Euro-Mitgliedsland erzwingt, gleichen sich diese Ungleichgewichte nicht mehr über Währungsauf- und Abwertungen aus.
Das wäre immer noch nicht weiter schlimm, wenn, wie beim Federal Reserve-System in USA die regionalen Mitgliedsbanken im EZB-System ihre Salden regelmäßig ausgleichen müßten (na ja, jetzt gelingt das auch nicht mehr immer). Dieser Mechanismus ist aber im Euro-Raum so nicht vorgesehen. Theoretisch besteht natürlich der Anspruch, daß die Saldenüberhänge, sprich Schulden, wieder rückgeführt werden müssen, aber einen Erzwingungsmechanismus sieht das System (bisher) erkennbar nicht vor.
So gesehen erreicht das Target2-System das Gegenteil von dem, was mit der Euro-Einführung vorgeblich beabsichtigt war: eigentlich sollte der Euro zu einer Angleichung des Wohlstandes und der Wirtschaftsverhältnisse innerhalb der Euro-Zone führen. So gab es vor Beginn der Euro-Zone 2001 und bei jedem folgenden Beitritt zuvor sog. "Konvergenzkriterien", etwa, daß die Währungen gegeneinander nur noch minimal schwanken durften.
Alles Augenwischerei natürlich, denn diese vermeintliche Konvergenz wurde durch massive Eingriffe am Währungsmarkt "sichergestellt" - zeigte also das genaue Gegenteil dessen, was Vorgabe war: nämlich, daß ohne künstliches Korsett die Währungen gegeneinander nicht nur schwanken würden, sondern daß tendenziell ganz bestimmte Währungen stets abwerten und nicht bloß "schwanken" würden.
Was die Target2-Salden somit nun abbilden, ist ungefähr der Abwertungsdruck, der bestünde, wenn das sich so verschuldende EZB-Mitgliedsland noch eine unabhängige Währung hätte. Nur daß keine Korrektur stattfindet, die bei frei schwankenden Währungen stets eintreten müßte.
Über diese Abwertung und den Mangel an Währungsreserven erledigt sich der Konsumrausch der begehrlichen Volkswirtschaft von ganz alleine: ohne Moos nix los. Dauerhaften Währungsstützungen geht immer dann die Puste aus, wenn die Fremdwährungsbestände aufgebraucht sind und kein Kredit auf Fremdwährungsbasis gewährt wird. Target2-Überziehungsmöglichkeiten wirken wie ein zeitlich und mengenmäßig unbegrenzter Überziehungskredit der nationalen Zentralbank zum "Verkauf" von Fremdwährung, um die "eigene" Währung zu stützen. Etwas, das Großbritannien gebraucht hätte, um seine Stützungsaktion für's Pfund "ewig" fortzuführen, was Soros, der das Spiel durchschaute, weil er, anders als Trichet, Draghi oder Weidmann, rechnen konnte, reich machte.
Das Perverse an der Situation ist, daß die Bundesbank scheinheilig argumentiert, sie wolle nicht alle im Ausland lagernden Goldreserven repatriieren, da diese für den Ausgleich solcher Zahlungsbilanzdefizite benötigt würden. Damit ist gemeint, daß, wenn die Bundesbank nicht genügend Dollarreserven in New York mehr hat, um den Einkauf von z.B. US-amerikanischen Caterpillar-Bulldozern zu begleichen, dann kann sie ihr dort lagerndes Gold verpfänden bzw. eintauschen gegen eben diese fehlenden Dollar. Und wenn es dort nicht schon in weiser Voraussehung lagerte, müßte sie es dann erst wieder teuer dorthin schaffen.
Nach derselben Logik müßten also griechische, spanische, portugiesische usw. Goldbestände in Frankfurt lagern!
Dieses Beispiel zeigt, daß die Bundesbank sehr wohl weiß, was Target2-Salden sind - nämlich Überziehungskredite von EZB-Mitgliedsbanken, die keine Gold- bzw. Fremdwährungsreserven haben, um ihre Schulden bei der Bundesbank zeitnah zu begleichen.
Jeder, der schon mal einen Überziehungskredit bei seiner Bank hatte, weiß auch, daß er/sie normalerweise einen maximalen Überziehungsbetrag "abheben" kann, zu einem halbwegs erträglichen Zinssatz und daß jede Mark oder Euro daüberhinaus deutlich mehr kostet, oft Zinsen im Umfang von über zehn bis über 20 Prozent, je nach Bank und Bonität des Schuldners.
Auch davon sehen wir im Target2-System nichts. Nicht nur, daß jegliche Sicherheiten und Rückzahlungsfristen fehlen, es gibt das Ganze heutzutage auch noch kostenlos.
Wer jetzt noch immer nicht sehen will, daß dieses System nur in einer Katastrophe enden kann, dem ist nicht zu helfen.
Saisonale Schwankungen im Target2-System wären ja noch verständlich und verkraftbar, etwa, wenn Griechenland im Winter und Frühjahr "in die Miesen" rutscht, weil die Olivenernte erst im August auf den Markt kommt, ebenso, wie die deutschen Touristen erst im Juli und August dort ihre Sommerferien verbringen. Ginge alles mit rechten Dingen zu und wären die griechische und die deutsche Volkswirtschaft sich insofern ebenbürtig und komplementär, so würde dann aber im August/September ein ebensohoher griechischer Überschuß entstehen, wie im Winter ein Minus verbucht wurde.
Keiner, der noch bei Verstand ist, wird aber angesichts der Lage in Griechenland ernsthaft zu hoffen wagen, daß Griechenland selbst in fernerer Zukunft seine Schulden wird bezahlen können. Selbst der eingefleischteste Keynesianer, auch wenn er die Widerlegung "seiner" Theorie kontrafaktisch nicht akzeptieren mag, müßte doch anerkennen, daß die Troika-Forderungen nach höherer Besteuerung bei gleichzeitiger schwindender Wirtschaftsleistung pro-zyklisch sind und die Wirtschaftsbasis weiter erodieren müssen.
So gesehen sind Target-2-Salden Geschenke an die jeweils unterlegene Volkswirtschaft, die ihre relative Ineffizienz zu erhalten streben.
Da reichere Nationen auch z.B. Entwicklungshilfe zahlen, und nicht zu knapp, könnte man dann ja noch anführen, solche zinslosen, unbefristeten Kredite seien eine Art solidarische Wirtschaftshilfe. Auch dagegen wäre noch nichts zu sagen, man kann über alles reden, schließlich wird man auch bei Erdbeben oder Flutkatastrophen nicht abseits stehen.
Jedoch: die Target2-Salden scheinen, nach allem, was man wissen kann, zu allem Überfluß auch noch überwiegend in den Konsum zu fließen. Damit verstärken sie die Abhängigkeit und Unselbständigkeit dieser Volkswirtschaften nicht nur noch, sie stellen sich somit, ganz im Sinne Prof. Sinns Kritik, als Geschenke heraus, nur mit dem Unterschied, daß der Schenkungsakt, die bilanzielle Abschreibung, noch nicht vollzogen ist.
Aber was nicht ist, kann ja noch werden, da sind wir guter Dinge.
Nun muß man das Ganze mal, damit es auch Nicht-Banker verstehen, wie Schäuble oder Merkel oder ein Herr Ex-Bundespräsident Köhler, auf die Situation eines Privathaushaltes umrechnen:
Nehmen wir an, jemand hat ein Auto, das er seinem Nachbarn oder Neffen laufend verleiht. Zwar stellt Neffe oder Nachbar einen Schuldschein aus, aber konkret zahlen tut er nicht. Jeden Monat legt er einfach noch einen Schuldschein drauf. Abends bringt er ab und zu das Auto mit fast leerem Tank und dankbar fährt er morgens wieder damit los, nachdem der Eigentümer freundlicherweise -gegen Schuldschein- wieder mal vollgetankt hat.
Tja, das geht eine ganze Weile gut, aber irgendwann nagt der Zahn der Zeit auch an diesem Auto und es gibt den Geist auf. Kein Problem, denkt der Halter sich: ich hab' ja die Schuldscheine. Nun muß ich doch mal welche einlösen. Tja, aber Neffe oder Nachbar haben immer noch nix auf der Naht. Sie haben auch nicht etwa Rückstellungen gebildet oder sonstwie vorgesorgt, im Gegenteil, da sie laufend 'anschreiben' konnten, haben sie auch keine ernsthafte Ausgaben-Einnahmen-Disziplin an den Tag gelegt.
Was ist das Ende vom Lied? Der Verleiher hat nun auch kein Auto mehr, nur ein paar wertlose Schuldscheine, die er auch niemandem abtreten kann, denn die will keiner haben, der die zweifelhafte 'Bonität' des Neffen oder Nachbarn kennt.
Nun ist endlich Ende der Fahnenstange: der Neffe/Nachbar kann über kein Auto mehr verfügen, und kommt aus seinem wirtschaftlichen "Loch" nicht mehr heraus, ebensowenig aber kann der großzügige Verleiher des Wagens sich wieder aufrappeln. Denn Kapital, das konsumptiv verschwendet wurde, ist nunmal einfach weg.
Da man eine Target2-Forderung ebensowenig wie einen Schuldschein eines dubiosen Nachbarn nicht Zahlung halber abtreten kann, etwa an China, Rußland oder die USA, um damit dort einzukaufen, ist nun das Ende der Sackgasse erreicht:
BEIDE Teilnehmer am Schuldschein-System, genannt Target 2, sind nunmehr pleite.
Beide müssen ab sofort kleinere, deutlich kleinere, 'Brötchen' backen. "Aber, aber, aber, bis gestern ging's doch noch prima!?"
Ja, bis gestern eben. Irgendwann ist immer morgen. Dann kann Griechenland ja schauen, ob es die wenigen noch reparablen Kettensägen vom Holzeinschlag in den erschöpften Wäldern verkaufen kann. Irgendwas findet sich immer, die einen verhungern und dann reicht es 'ne Weile wieder für den Rest.
Target2 ist einfach eine klasse Einrichtung, nicht wahr? Denn "So lange" [die Krise andauert, sind] die offenen Kreditlinien ... absolut unentbehrlich."
Die Krise dauert nur vermutlich "ewig an", da dank Null-Zinsen so hoch aufgeschuldet werden wird, daß nie mehr wird getilgt werden können.
Alle paar Monate tritt jemand dem Forum neu bei und versucht, oft, ohne die Grundlagenliteratur zur Geldtheorie überhaupt zu lesen, den Debitismus und andere grundlegende volkswirtschaftliche, geldhistorische und geldtheoretische Axiome zu hinterfragen und Verbesserungsvorschläge anzubringen.
Die letzte Diskussion zweigte dann von der generellen Frage der historischen Geldentstehung ab hin zu den Target2-Salden, die Prof. Sinn mal öffentlich diskutiert hatte.
Das war der Anlaß, diese Literaturhinweise zusammenzustellen. Es wäre manchen Kontrahenten dringend anzuraten, zuerst aufzuarbeiten, wie das Europäische Zentralbanksystem überhaupt funktioniert, dann, was es mit dem Target2-System auf sich hat und wieso Prof. Sinn in seiner damals spektakulären Vorlesung zum Schluß kam, die deutsche Wirtschaft verschenke letzlich ihre Produkte an die europäische Südschiene, insbesondere aber z.B. an Griechenland ("Es ist die Kreditentstehung im GR-Bankensystem, die das Problem ist").
Beim nächsten Schuldenschnitt innerhalb der Eurozone werden diese Targetsalden sicherlich mit "auf Null" gestellt, oder aber, wie früher die subprime-Hypotheken, "verbrieft" und auf die lange Bank geschoben.
In diesem Falle werden sich bestimmt einige deutsche Arbeiter und Angestellten finden, die wegen der "guten Zinsen" sich einige solche "Anleihen" in ihr Depot legen, ebenso ein paar notleidende Pensionsfonds, und damit werden sie die Target-Salden ein zweites Mal finanzieren!
Im Falle, daß das Gefängnis Euro-Zone auseinanderbricht, oder aber Griechenland sie verläßt oder zum Verlassen gezwungen wird, werden diese Target2-Salden ebenfalls uneinbringlich sein.
Wie man die Sache auch dreht und wendet: einige Daimler-Mitarbeiter haben sich so ihre eigenen Arbeitsplätze über den Umweg ihrer Steuern und ihrer Mitbeteiligung am Bundesbank-Defizit selbst finanziert. Etwas, für das wahrlich die Ausgründung einer Genossenschaft auch genügt hätte!
Bleibe im Lande und nähre die andern redlich, der soziale Imperativ.
Und nach dem unweigerlichen Zusammenbruch, nachdem diese "Werte" so uneinbringlich sein werden, wie einst die Argentinien-Anleihen, werden sich viele immer noch wundern, wie das sein kann, wo doch "alles so lange so gut lief".
Merke: wer seine Kredite immer wieder mit neueren, höheren Krediten prolongieren darf, zählt faktisch zu den "guten Schuldnern", es sei denn, man würde sorgfältig bilanzieren. Dieses ist aber im Zentralbanksystem der Neuzeit, bei dem keine Unterlegung von im EZB-System ausgeliehenenen Außenständen mit Sicherheiten vorgesehen ist, niemals der Fall. Sämtliche Zentralbanken sind ohnehin spätestens seit 1971 grandiose Luftnummern, wo auf der "Guthabenseite" die Schulden anderer Zentralbanken stehen ("Währungs'reserven'") sowie Forderungen an "Geschäfts"-Banken oder "gekaufte" Anleihen und mittlerweile Schrottpapiere, und auf der Passivseite die mit nichts besicherten Geldscheine u.a., auf denen gedruckt steht, daß man durch Einlösung eines solchen Scheines bei einer Zentralbank-Geschäftsstelle einen ebensolchen Schein, nur mit anderer Nummer, zurückerhält. Die Targetsalden sind um kein Haarbreit besser, im Gegenteil, auf deren Gegenposition stehen nicht etwa Fremdwährungshäuser wie die britische Bank of England oder das US-Federal-Reserve-System, sondern Bonitätsbomben wie etwa die griechische oder die französische oder spanische National'bank', deren erstere immer noch Schwierigkeiten hat, ihre Umwandlungssbilanz in Euro korrekt aufzustellen. "In einem typischen Clearingsystem gibt es nur geringe Restsalden. Das ist in Target II nicht mehr der Fall."
"Verlangt der Kunde der spanischen Geschäftsbank nun Überweisung seines Guthabens (z.B. 1 Mio. €) auf ein Konto bei einer deutschen Geschäftsbank, so ... hat ... die Bundesbank eine (unbesicherte) Ausgleichsforderung von 1 Mio. € ggü. der EZB (Target-2-Saldo) ..."
Nachdem Prof. Sinn das Thema aufgegriffen hatte, gibt es nunmehr einiges an ernstzunehmenden wissenschaftlichen Monographien zur Target2-Problematik und zur Funktionsweise des Target2-Systems:
- Das TARGET2-System im internationalen Zahlungsverkehr: Die TARGET2-Problematik
- TARGET2 - Ein wandelndes Pulverfass?: Risiken und Gefahren des EU-Zentralbankensystems
- TARGET2-Salden und die europäische Staatsschuldenkrise
- TARGET2. Kritische Diskussion der Risiken
Wissenschaftliche Abandlungen zu Target-II-Salden, Geldpolitik und Volkswirtschaftlehre
Wissenschaftliche Arbeiten zu EZB-Bundesbank-Target-II-Salden     |    EZB-Bundesbank-Target-II-Salden allgemein
oder
- Finanzierung von Leistungsbilanzdefiziten in der Eurozone: Die Rolle von TARGET2-Salden
und
- Auswirkungen der TARGET2-Problematik für Deutschland
Wie sagt "Mish" Michael Shedlock über das Target-II-System: "Eine Abscheulichkeit und ein grundsätzlicher Geburtsfehler des Euro ..." - Target II - "Ein Abbild der Kapitalflucht aus den 'Club Med'-Ländern in Südeuropa (Griechenland, Spanien, Portugal) hin zu nordeuropäischen Banken." (Vgl. "Finanzkrise und Divergenzen in der Wirtschaftsentwicklung als Herausforderung für die Europäische Währungsunion" oder "Ursachen und Folgen der Leistungsbilanzungleichgewichte in der Europäischen Währungsunion")
Was tun, sprach schon zur Gründung Europas Zeus, und auch hierzu haben einige bereits hier im Forum bekannte Autoren Bücher verfaßt, die zumindest ihnen ihr Auskommen erleichtern:
- "Eiszeit in der Weltwirtschaft: Die sinnvollsten Strategien zur Rettung unserer Vermögen" (Daniel Stelter)
- "Der private Rettungsschirm: Weil Ihnen Staat und Banken im Krisenfall nicht helfen werden" (Simone und Peter Boehringer)
Target-II-System und Europäische (Währungs-) Politik
EZB-Bundesbank-Target-II-Salden und europäische Politik    |    EZB-Bundesbank-Target-II-Salden und Bail-Outs    |    Stimmen pro EZB-Bundesbank-Target-II-Salden
Sonstiges zum Target-II-System
EZB-Bundesbank-Target-II-Salden - Sachbücher    |    Belletristik zu EZB-Bundesbank-Target-II-Salden
Target-II-System und dessen Gefahren für den privaten Vermögenserhalt - Abhilfestrategien
Vermögenssicherung angesichts EZB-Bundesbank-Target-II-Salden
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