Geist

Falkenauge, Sonntag, 15.05.2016, 08:43 (vor 3561 Tagen) @ Zarathustra3139 Views

Doch, genau darum handelt es sich bei Roth und bei jeder seriösen
Wissenschaft. Man baut auf den Erkenntnissen der Autoritäten auf, egal ob
Hirnforschung oder Mobilitätsforschung.

Wenn es denn Erkenntnisse sind. Bei der Hirnforschung handelt sich eben bei der Interpretation der experimentellen Ergebnisse weitgehend nicht um schlüssige Erkenntnisse, sondern um Glaubenssätze, um Aberglauben. Wo ist der zwingende Nachweis, dass die Materie des Gehirns denkt, dass von ihr die Gedanken in unserem Bewusstsein herstammen? Von welcher Gehirnwindung genau stammt z. B. der Satz des Pythagoras oder der Satz: Das Gehirn denkt? usw.
Man hat sich da so festgebissen, dass man die Absurdität gar nicht mehr merkt.

Wer auf Null aufbaut, baut nicht sehr hoch. Man glaubt dann an
freischwebenden Geist jenseits des Hirns. Obschon man schlicht und einfach
weiss, dass bei beschädigtem Hirn nicht mehr viel Geistreiches produziert
wird.

Bei beschädigtem Gehirn kann sich der Geist eben nicht mehr voll äußern, weil sein physisches Instrument nicht mehr ganz funktioniert. Manche produzieren auch bei intaktem Gehirn nicht viel Geistreiches - weil bei ihnen nicht der Geist, sondern eben "das Gehirn denkt".

Was den "Geist jenseits des Hirns" betrifft, kommt mir ein Spruch Rudolf Steiners in den Sinn:
"Und wenn sie auch den Geist verleugnen,
So gib ihnen darin doch nur recht:
Es steht mit ihrem Geiste eben schlecht."

Aber vielleicht bringt ja das Pfingstfest, das Fest des Geistes, noch Hoffnung.

In diesem Sinne
freundlichen Gruß
Falkenauge


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