Die große Abkehr

nemo, Freitag, 29.04.2016, 12:17 (vor 3579 Tagen) @ Zarathustra4595 Views

Der einzige Weg, den Konzernkapitalismus und jeglichen Kollektivismus zu
überwinden, ist der Weg des Hinterbänklers: Nicht teilnehmen. Wiederkehr
(der Gemeinschaft) durch grosse Abkehr (von der Gesellschaft). Der
Hinterbänkler 'predigt' die grosse Abkehr. Leider ist der Zuspruch nur
minimal.


Die große Abkehr bedeutet im Fall der gesellschaftlichen Entwicklung,
dass ein faschistischer, technokratischer Überwachungsstaat die
eigene Macht grenzenlos ausbaut um noch ein schlimmeres
Sklaven- und Verschuldungsepos anzuzetteln, als es jemals
in der Geschichte der Fall war.

Daher ist die These unvollständig. Schließlich sind Menschen keine
Maulwürfe, die blind der allgemeinen Entwicklung gegenüber stehen.
Nicht teilnehmen ist nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist,
die für die eigenen Interessen notwendigen Entscheidungen zu treffen.
An der Entscheidung kommt keiner vorbei.

Mit „der großen Abkehr“ verlangst Du von deinen Mitmenschen,
dass sie jede Entwicklung – egal wie haarsträubend sie auch ist –
hinnehmen und wegschauen. Das allerdings, kann von niemandem
erwartet werden, der seine fünf Sinne noch beisammen hat.

Soweit ich den Hinterbänkler verstehe, spricht er vom Zeugen-
bewusstsein. Es bedeutet, sich nicht mit Parteien zu identifizieren
und vereinnahmen zu lassen, sondern das ganze Bild zu betrachten
und ihm einen neuen Sinn zu geben. Es bedeutet jedoch nicht,
keine Haltung zu haben und nicht für seine Freiheit einzutreten.

Eine Wiederkehr zur Gemeinschaft ist nur möglich, wenn freie
Bürger in freier Wahl darüber entscheiden können. Alles andere ist
eine Mogelpackung und nebensächlich. Das wird man spätestens
dann erkennen, wenn auch der Wohlstand der Schweizer schwindet
und es zu Volksabstimmungen kommt. Ich denke, die Schweizer
werden sich dann instinktiv richtig entscheiden. Das heißt, für
Selbstbestimmung und Souveränität anstatt für die Abhängigkeit
von äußeren Machtfaktoren.

Auch eine Gemeinschaft ist ein Rechtsraum. Nur eben ein Rechtsraum,
der seine Regeln selber definiert, anstatt sie sich diktieren zu lassen.

Abkehr alleine reicht eben nicht.

Gruß
nemo


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