Die AfD ohne Lucke, Rückblick.

Taktiker, Donnerstag, 28.04.2016, 12:21 (vor 3577 Tagen)7227 Views

Es ist noch nicht mal 9 Monate her, dass Lucke noch als AfD-Parteichef sprach.

Lucke Rede AfD-BPT Essen 04.07.2015

Im Nachhinein kann man die AfD nur beglückwünschen, diesen blasierten Kasper losgeworden zu sein. Nach seinem Weggang ging es mit dem Zuspruch der Bevölkerung steil bergauf.

Womöglich war die AfD-Parteigründung doch eine Ventilaktion der CDU und Lucke der ausgesuchte Trojaner. So vehement, wie er jetzt gegen die AfD auftritt, frage ich mich, was ihn 2013 zu seiner Abkehr von der CDU bewogen hat?!

Mit seiner Agenda und Emsigkeit hätte er seinen "Weckruf" genauso innerhalb der CDU gründen können. Für diese Nuancen abseits der Merkel-CDU hätte er jedenfalls kaum diesen Kraftakt einer Parteigründung 6 Monate vor einer Bundestagswahl (Landesverbände mussten binnen weniger Wochen mit schwierigen Unterschriftenaktionen um Wahlteilnahme kämpfen) auf sich nehmen müssen. Durch Amtsgeilheit war er in der CDU bislang ebenfalls nicht aufgefallen, so dass auch dieses Motiv ausfällt.

Nachdem ALFA bereits als gescheitert angesehen werden darf, dürfen wir Lucke und Co demnächst wieder in der CDU erwarten, womöglich in Form einer losen Assoziation der ALFA an die Union.

Man darf mit Fug und Recht behaupten, dass diese "Ventilaktion AfD" gehörig in die Hose gegangen ist. Das Problem war auch, dass die einflussreichsten Medienakteure in den Plan nicht eingebunden waren und die AfD durch ihren Furor erst richtig groß und eigenständig machten.


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