Marketing bei Kleinunternehmen ...

CrisisMaven ⌂, Mittwoch, 20.01.2016, 20:10 (vor 3670 Tagen) @ Plancius3788 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 20.01.2016, 20:17

Vielen Dank für Deine Antwort @CM.

Gern geschehen ... "Danke fuer den Anlass" ... [[zwinker]]

Wenn ich bedenke, auf wie vielen Gebieten Du mit qualitativ hochwertigen Beiträgen bewandert bist - Atomenergie, Gesundheit, jetzt SAP - und wie ausführlich Deine Beiträge sind, dann frage ich mich auch manchmal, ob nicht hinter Deinem Nick doch mehrere Personen stecken.

Ja, wenn man sich nicht von der Schule bilden laesst, sondern das selbst in die Hand nimmt ...

Ich muss Dir in vielen Punkten Recht geben. Du bist ein guter Kenner der Materie.

Sonst halte ich lieber den Mund. Oft halte ich ihn auch, wenn ich zwar was weiss, aber andre wissen's noch besser.

Nur bewege ich mich in einer anderen Klientel. Deine Aussagen treffen auf den gehobenen Mittelstand und Großunternehmen zu. Einer meiner Kunden besteht nur aus 3 Personen.

Ja, da war ich baff. Wie schon hier grade geschrieben - dass so jemand SAP einsetzt (statt Business One oder was ganz anderes, finde ich krass ... da kann man sich ja an der eigenen SAP-Installation selbst zum SAP-Berater ausbilden und dann das eigentliche Metier an den Nagel haengen[[zwinker]] ...).

Da wird auch nichts bezahlt und abgegolten.

Ich meinte es umgekehrt: wenn der gehende Berater ein Arbeitsverbot bei frueheren Kunden aufgedrueckt bekommen soll (steht ja meist im Vertrag drin), dann ist das solange unwirksam, wie der Arbeitgeber das nicht ausgleicht (vgl. Dr. Grunewald).

In meiner Branche ist es üblich, dass der Ex-Arbeitgeber ein Jahresgehalt für den Kundenschutz zahlt. Habe ich aber erstmal in einem Fall gehört, dass gezahlt wurde.

Ja, das steht zwar oft im Vertrag drin, der Arbeitgeber loest es dann aber meist nicht ein. Denn es kostet ihn Geld und die Kuendigung von hochkaraetigen Beratern oder ganzer Abteilungen faellt meist mit Situationen zusammen, da der Arbeitgeber "klamm" ist (sonst wuerden die Top-Leute ja nicht Reissaus nehmen zu dem Zeitpunkt).

Das stimmt für Großkunden. Meine Klientel ist jedoch der kleinere bis mittlere Mittelstand. Da gibt es einen IT-Leiter, 1-2 Netzwerkadministratoren und 1-3 SAP Betreuer. Hier ist der IT-Leiter an einer langen, dauerhaften persönlichen Beziehung mit dem SAP Berater/Entwickler interessiert. Der IT-Leiter ist in vielen Fällen auch flexibel und offen für Neues, insbesondere weil die Budgets oft sehr begrenzt sind, aber die Anforderungen die gleichen sind wie in einem Großunternehmen.

Ja, diese Welt kenne ich gar nicht. Ich war i.d.R. bei den Weltmarktfuehrern in ihrer jeweiligen Branche (z.T. hundettausende SAP-Arbeitsplaetze bei Einfuehrung oder Upgrade), oder dem Branchenzweiten.

Meine eigenen Backlinks zähle ich nicht. Ich bin davon ausgegangen, dass ich auch mal einen anonymen Backlink erhalte.

Das ist extrem schwierig, denn das Internet ist so gross, dass wirklich sinnvolle, d.h. PageRank 4 und hoeher (drunter bewirkt es wenig) -Backlinks sehr umkaempft sind. (Wobei Google den PR eigentlich nicht mehr veroeffentlicht, vgl. aber Webuka als Anhaltspunkt; die rechnen intern einen aus - aber wer selbst PR 0 und kaum Backlinks hat, der wird dort auch nicht "vermessen"). Darum kommt man um gelegentliches eigenes hochkaraetiges Kommentieren auf High-PR-Blogs nicht herum, auch wenn das dann "nur" nofollow-Links sind.

Meine Lösung greift nicht in den SAP Kern ein, sondern greift nur lesend auf die Datenbank zu und ist außen angeflanscht. Somit ist das Risiko begrenzt.

Ok, das wusste ich nicht.

Ich spekuliere zu Beginn auch auf den risikofreudigen IT-Chef im Mittelstand, der nicht alles individuell entwickelt haben will, sondern auf vorgefertigte Templates setzt. Nichts mehr ist mein Produkt auch.

Das Problem: guter IT-Entwickler, guter SEO und guter Marketer/Werbetexter/Copywriter, das alles in einer Person duerfte extrem selten sein.

Aber: eine PR/Marketing/Werbe-Agentur, die vom Sachgebiet nichts versteht, ist auch ihr Geld nicht wert.

Ich kenne einen IT-Chef, der bei jeder Anforderung erst mal googelt, ob es da nicht schon was ähnliches gibt. Und wenn er eine simple Datenübernahme von FI-Belegen aus Indien von einem no-name Entwickler einsetzt.

Ja, in diesen Kreisen, verstehe ich.

Solche Entscheider sind vorerst meine Klientel, wenn es in der riesigen SAP Welt in DACH nur einige davon gibt, ist mir Genüge getan.

Nun stellte sich dann halt die Frage:

a) woran erkennt man solche Betriebe

b) wie muss man bei denen werben.

Moeglichkeiten, aber alles aufwendig, sind Messen der Branche, auf der man dann als Dienstleister einen kleinen Stand bezieht, der Industrievereinigung bzw. den Ortsverbaenden anbieten, einen spezifisch zugeschnittenen Vortrag zu halten; desgl. bei der IHK/Handwerkskammer.

Fachartikel schreiben, entweder in deren Vereinsblaettechen/Branchenzeitschriften oder in der SAPInfo.

Usw. usf.

SAP hat schon seit 15 Jahren ihre Kundenlisten nicht mehr veroeffentlicht, man kann es aber ueber Adressmittler versuchen (kostet ebenfalls, wie alles, was was taugt .... ausser ich im Gelben [[freude]]).

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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