Mahnwachen kann man nicht "rechts ueberholen" ...

CrisisMaven ⌂, Mittwoch, 13.01.2016, 12:02 (vor 3677 Tagen) @ pigbonds3053 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 13.01.2016, 12:10

Du wirst doch auf der Mahnwache plötzlich über Nacht rechts von Merkel überholt.

Nur zu dem einen, damit kein schiefes Bild entsteht:

Mahnwachen kann man nicht "rechts ueberholen" ...

Eine Mahnwache ist weder "links" noch "rechts" - sie ist noch nicht mal "mittendrin".

Sie mahnt, wie das Wort nunmal zum Ausdruck bringt.

Wozu kann ein Stummer mahnen? Zur Besinnung! Zu sonst nichts. Das waere schon viel, nein, das ist mehr, als aufgeregt zu gackern, wie es eben die meisten tun.

Die Wirkung vermehrter Mahnwachen ist, dass der Staat, weil er einen Machtkampf verliert, zur eigenen Besinnung kommt.

Was er daraus macht, steht doch gar nicht fest. Eine gelingende Politik kann -von der Anmutung her- "links" oder "rechts" oder "liberal" sein.

Beispiel: mit einer Volksabstimmung waere es durchaus denkbar gewesen, solche Rohrkrepierer wie Cargolifter oder Transrapid durchzudruecken (siehe Abstimmungsverhaeltnisse unten) - "gelingende" Politik waeren sie nie geworden. Auch die Fluechtlingspolitik ist ja mehrheitsfaehig (gewesen zumindest - siehe Merkels Zustimmungsraten) - sonst haette sie in Deutschland nie stattgefunden. Ebenso TTIP.

Ein Haus, das sanierungsbeduerftig ist, kann

- abgerissen werden

- saniert werden

und bei letzterem gibt es hunderttausend Moeglichkeiten, ebenso wie bei ersteren, wo das Abgerissene -im Rahmen des Bebauungsplanes, falls ein solcher existiert- auch nicht praejudiziert, was bzw. wie wiederaufgebaut wird. Wuerden 40 Millionen Wahlberechtigte abstimmen, kaemen nie Mehrheiten fuer eine Alternative zustande! Stattdessen werden -undemokratisch!!!- nur zwei zur Wahl gestellt. Natuerlich findet sich dann eine Mehrheit! Wie bei der Vergewaltigung durch einen Staerkeren: "Moechtest Du's lieber anal oder vaginal?"

Wenn je fuenf Menschen in 30.000 Ortsteilen auf der Strasse stehen, wird der Staat nur gezwungen, etwas zu tun, das dazu fuehrt, dass "ab morgen" deutlich weniger auf die Strasse gehen (im Zweifel muss er solange rumprobieren, bis er das Ziel erreicht hat - solange kann er schon mal keinen Unsinn anstellen, da handlungsunfaehig). Sich so zu besinnen, dass er wieder Bewegungsfreiheit gewinnt, das zu tun, was nicht in 30.000 Ortsteilen zu einem ihn, den Staat, laehmenden Widerstand fuehrt.

Gewaltfreier geht es nicht. Ein "demokratischer Prozess" dagegen, bei dem 30% abstimmen "dafuer" (fuer was auch immer), 20% "dagegen", aber wegen der Wahlbeteiligung nur 60% hingingen, so dass rechnerisch 20% (ich weiss, Dreisatz ist nicht mehr populaer in Deutschland) 80% ihren Willen aufzwingen, fuehrt geradewegs in den Buergerkrieg.

Mahnwachen mahnen, Buergerkriege zu vermeiden.

Auch der Buergerkrieg im 19. Jahrhundert auf einem Teilgebiet der heutigen Vereinigten Staaten hatte kein positives Ergebnis, das redet man sich durch die "Sieger" nur so hin, mittels Schulbuechern. Akademische Historiker finden da nichts Gutes bei.

Die Entscheidung lautet also:

- entweder Buergerkrieg vermeiden, indem man nicht konfrontiert

oder

- Buergerkrieg anheizen mit dem Ergebnis, ihn sich im Nachhinein schoenluegen zu muessen.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.