Safranski ist Staatsapologet.
Menschenwürde
fällt nicht vom Himmel, sondern setzt einen funktionierenden Staat
voraus, der sie in seinen Grenzen garantieren kann.
Ja etwa nicht?
Sie ist ein ideologisches Konstrukt, und kann nur auf dem Boden des Staates existieren. Fraglich ist vor allem, ob und wie weit durch die aktuelle Situation überhaupt eine Gefahr für die Staatlichkeit (Deutschlands) besteht.
Deutschland ist Vertragswerken beigetreten und versucht diese einzuhalten.
Nur schwache Staaten halten Verträge nicht
ein.
Das ist aber etwas hinterhältig von dir, schließlich wollen ja nur wenige einen "schwachen Staat" haben.
Also doch einen starken Staat, der sich über die Einhaltung von Vertragswerken die eigene Schwächung erst recht schafft?
Stärke durch Schwäche?
Will Safranski glaubwürdig sein, soll er Deutschlands Austritt aus der
europäischen Menschenrechtskonvention verlangen.
Er könnte auch einfach sagen: Es ist aus.
Vielleicht will er es noch nicht einsehen.
Entweder der Staat existiert unter Aufgabe dieser Rechte weiter, oder er hört damit auf, wodurch staatlich gesicherte Würden aller Art ebenfalls ihr Ende fänden.
Safranski bennent den Reiter - ich nun das Ross.
Passend zum infantilen Staat:
Hoppe hoppe Reiter,
wenn er fällt, dann schreit er.
Fällt er in den Teich,
findt ihn keiner gleich.
Fällt er in die Hecken,
fressen ihn die Schnecken,
fressen ihn die Müllermücken,
die ihn vorn und hinten zwicken.
Fällt er in den tiefen Schnee,
dann gefällts ihm nimmermeh.
Fällt er in den Graben,
fressen ihn die Raben.
Fällt er in den Sumpf,
dann macht er einen Plumpf.
Man hat es schwer, als Reiter. Manchmal fällt er vom Pferd, aber manchmal auch mit dem Pferd.
Was mit dem Ross ist, will da lieber keiner wissen.
Es wäre den Kindern auch nicht zu vermitteln, dass Knackwurst draus würde.