Keine Akzeptanz von ungebildeten Kulturignoranten

Fidel, Dienstag, 12.01.2016, 09:45 (vor 3678 Tagen) @ pigbonds3221 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 12.01.2016, 09:49

Ja, wir liegen nah beisammen und ich würde so eine Diskussion gerne bei einem Glas Wein oder einem Bier führen.

Vor allen Denkansätzen für eine Zukunft, muss man den Ansturm stoppen.
Dazu ist jede Ausrede recht.


Man kann nicht seine Fundamente untergraben. Menschenrechte gehören
dazu.

Mit den Menschenrechten ist das so eine Sache. Wären Menschenrechte über der Gesetzgebung (=Anerkennung) der Parlamente, stellen sie die Machtfrage. So leben wir die Illusion sämtlicher Menschen-Rechte, einschl. Eigentum.

Erfolgsmodell Gazastreifen? Eine infantile Vorstellung.


Sollten wir aber so klug sein, allen Ausreden den Boden zu entziehen,
bleibt welche Wahl?


Ein positives Selektionskriterium einführen, um den
"Wirtschaftsflüchtling"
anzuerkennen.

In unsere kollektivierten Systeme wandert kein gescheiter Mensch mehr ein. Dieselbe Abschreckung für Wirtschaftsflüchtlinge von außen könnte die Sozialsysteme nach innen bezahlbar machen. Um nicht missverstanden zu werden, Abbau von spezialisierten Industrien.

Besser wäre ohnehin, den Ansturm zu akzeptieren, dann aber die Wahl zu
lassen, als welche Sorte
Migrant man sich sieht: "Fachkraft", "Wirtschafts-/Existenzflüchtling",
"Kriegsflüchtling"

Nein, das ist nicht ehrlich. Bei 500 Mio. Zuwanderungswilligen (vgl. Heinsohn) gibt es keine Akzeptanz. Die Ansage muss klar sein.
Keiner kommt rein. Die wenigen Fachkräfte können schon jetzt die Grenzen passieren.

Im Heinsohn'schen Jargon hiesse dies "Perspektiven schaffen".

Ja, genau - es gibt keine Perspektive für ungebildete Kulturignoranten.

Heinsohn hat auch längst einen Lösungsvorschlag parat und schlägt

jedem unter 40 vor, nach Amerika auszuwandern.

Ausgerechnet Amerika? Nein, wir werden in Europa eine sichere Zone für
Europäer bekommen - und die Schweiz wird das Zentrum sein. Das steht
nirgendwo, sondern ist meine Erwartung nachdem ich Nord- und

Südamerika

kennen gelernt habe.


Ausgerechnet die Schweiz, die nach Luxemburg eine Immigrationshochburg
ist?

Nein ich lache nicht, die Schweiz hat einen Vorteil. Man definiert sich eigenständig, am geringsten kollektiviert in Europa und ist jederzeit fähig die Grenzen mit Gewalt zu schließen. Selbstbehauptung durch Gewalt als letztes Mittel. Die BRD kann es nicht, wir -haben- fertig.

Dann bliebe die Grossschweiz "nach der EU/Euro" oder ein Kerneuropa
inklusive der Schweiz.

Ich verstehe auch mehr die Idee hinter der Schweiz als neuen Antrieb und Ersatz für den gescheiterten französischen Sozialismus.


Von aussen sieht die Schweiz deutlich attraktiver aus, als die effektive
Lage tatsächlich ist.

Ja, überall leiden die Leistungsträger. Nur wollte ich, angelehnt an deine historische Karte, nicht über die gegenwärtigen Schwierigkeiten schreiben.

Ob Osteuropa seine Vergreisung überlebt? Man wird sehen. Jede Lösung
wird ohne Zuwanderer auskommen.


Das Argument "Zuwanderung, um Vergreisung zu verhindern" finde ich auch
falsch. Zuwanderung findet aber statt,
die Gefahr lauert in den Verschärfungen, die man auf sich nehmen will, um
sie zu verhindern.

Ich dachte mehr an die Abwanderung der jungen Osteuropäer. Eine Kultur kann nur mit ihrem Nachwuchs überleben, nicht durch Menschen ohne Sprachkenntnis. Die Ukraine z.B., ist für Zuwanderung aus Sub-Sahara nicht attraktiv.

Als gemeinsamen europäischen Nenner sehe ich die christliche Kultur

mit

ihren keltischen Wurzeln.


Das ist zu einfach. Dennoch halte ich auch diesen "Charlemagne" Raum als
das Kerneuropa, das
am ehesten sowas wie ein Vereinigtes Europa bilden könnte. Der Name
"Europa" wäre dann ein
bisschen ein Bluff.

Komm doch einfach einmal ins Römer- und Keltenmuseum nach Manching. Dann verstehst Du eher war ich meine, ich entdecke das gerade selbst neu.


Das "neue, nationalistische Polen" ist vielleicht schon auf dem Weg in
diesen Block:

Leider wollten uns die Sozialisten unsere Identität nehmen, zur Vereinigung. Wie immer ist das Gegenteil der richtige Weg. Einigkeit aufgrund der unterschiedlichen Identität. Einigkeit durch Respekt. Das könnten die Sozialisten sogar von bildungsfernen Schichten lernen - dort ist es Alltag.

https://de.wikipedia.org/wiki/Visegr%C3%A1d-Gruppe
Warten wir die US-Wahlen ab, wer auf Obama folgt, wird wohl nicht mehr
sanft von "Reset" sprechen,
sondern wieder Pflöcke in Osteuropa einschlagen.
Die neuen Nordstream-Röhren würden daher schon kluge Voraussicht
bedeuten.

Das wäre bereits das Friedman Szenario:
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Next_100_Years
(Interessant, welche Sprachen dafür in Wiki existieren)
Das Szenario läuft wie auf Schienen, Georgien und Ukraine sind schon
durch, NATO Bündnis
steht auch kurz vor der Probe, Orban-Tendenzen in Polen, die Türkei als
immer auffälligerer
Player (die möglicherweise vom Twist Iran vs Saudis als passiver Gewinner
hervorgehen könnte)...

Wieder mein hoffentlich - diesmal ohne amerikanische Führung.

Hoffentlich ohne erzwungenen Kollektivismus.


Im Kollektivismus herrscht immer Zwang, sogar bei mir zuhause, im
Kleinstkollektiv, MÜSSEN die Kinder
ins Bett.
Fragt sich nur wie subtil der Zwang ist. Das Schweizer Modell ist relativ
attraktiv, es braucht keine
Sündenböcke, weil die Mehrheit selber einsehen muss, wenn sie etwas
verbockt hat.

Ich vermeide es erzwungenen Kollektivismus mit Ordnung zu verwechseln. Das wäre wie Anarchie mit Anomie zu vertauschen.

Wie immer ist der Königsweg ohne Zwang.

Herzliche Grüße
Fidel


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