Immer mehr Menschen sind in "staatliche" Abhängigkeiten verstrickt!
In meinem Bekannten- und Familienkreis hat sich in den letzten Jahren eine schleichende Veränderung etabliert. Immer mehr Menschen hängen auf die eine oder andere Art und Weise von staatlichen oder halbstaatlichen Organisationen ab. Das beginnt bei den Freiberuflern z.B. Ärzten und Psychologen (Kassenärztliche Vereinigung), geht über die Architekten (städtische Projekte und kommunale Projekte, Lehraufträge etc.) und die Anwälte (Kostenübernahme durch staatliche Stellen) zu den Maklern (internationale Konzerne), den Erziehern (unterschiedliche Behörden) und den Hausfrauen (Betreuung von Problemkindern gegen Entgelt). Ohne diese staatlich bedingten Einnahmen könnten die meisten wohl nicht mehr klar kommen.
Ich gehe davon aus, dass auch die anderen Berufssparten, Handwerker und Angestellte, kleine Gewerbetreibende diese Entwicklung kennen. Was folgt daraus? Die Menschen werden nicht nur extrem vorsichtig, ihre Meinung zu sagen, nein sie werden auch extrem vorsichtig, eine "abweichende" Meinung zu denken. Das trifft auch auf direkt Betroffene zu. Dazu kommen die vielen Kinderlosen, die nur darauf hoffen können, dass der Staat in seiner derzeitigen Form so weiter existiert, denn sie haben kein "junges" Netzwerk.
Dazu kommt eine weitere Sache, die ich beobachte: Die "Kinder" sind in der Regel nicht so leistungsfähig, wie die "Eltern". Woran auch immer das liegen mag. Natürlich sind Ausnahmen vorhanden. Im wesentlichen sind die "Kinder" (erwachsen) durch die Lebensleistung der Eltern "abgesichert", d.h. sie müssen weder beruflich kämpfen noch "Angst" um ihre Existenz haben. Sie ernähren sich selbstverständlich alle selbst. Aber sie haben nicht den "Druck", den die Vorgängergenerationen hatten.
Eine weitere Merkwürdigkeit hat sich im vergangenen Jahr hinzugesellt. Die "Altgeneration" (50-60) trägt ihre Eltern zu Grabe und "erbt". D.h. sie beginnt nun "zu genießen". Für einige Frauen in meinem Umfeld das erste Mal, dass sie "richtig" Geld zum Ausgeben in der Hand haben, obwohl sie ausnahmslos in akademischen Berufen aktiv waren. Die wollen durch NICHTS "bedroht" werden.
)) - Und die Situation, in der "wir" uns befinden, ist bei hellem Lichte betrachtet, wirklich bedrohlich.
Generell aber kann man sagen, dass Selbständige, die nicht am Bördentropf hängen, sehr genau aufpassen müssen, was sich gesellschaftlich und wirtschaftlich tut, denn sie wissen, dass das auf ihr Leben Auswirkungen haben wird. Ich selbst betrachte mich inzwischen als ein komplettes Fossil, sowohl mit meinen Ansichten als auch mit meiner Lebensweise.
Die deutsche Gesellschaft hat sich geändert. Nicht sehr zu ihrem Vorteil würde ich sagen! Vielleicht aber war sie nie anders, nur ich sehe das jetzt deutlicher.
Ein kleines Beispiel, wie sich "Abhängigkeiten" auswirken können:
Ein weitläufiger Bekannter von mir setzte sich seinerzeit "öffentlich" für Kirchenaustritte ein. Die entfernt lebende Familie (Vater, Mutter und jüngere Geschwister) lebten jedoch von der Kirche (Kirchenarchitektur), was er wohl nicht berücksichtigt hatte. Der Vater verlor alle Aufträge und die Familie mußte im wahrsten Sinne des Wortes "hungern".
Die medienwirksam verbreiteten "Fälle" der letzten Zeit haben mit Sicherheit jedem klar gemacht, wie schnell man ein Etikett verpaßt bekommen kann und welche beruflichen und existenziellen Konsequenzen das haben kann. Wer denkt heute schon noch daran, dass die Ehefrau von Sarrazin ihren Arbeitsplatz verloren hat. Möglicherweise hat es sich aber fest in das sprichwörtliche kollektive Unbewußte eingegraben.
Und nur zur Erinnerung: Die Journalisten, die in jüngster Zeit die Verstrickungen der Erdogan-Familie in die Finanzierung des IS veröffentlicht haben, sitzen derzeit wegen Landesverrat im Gefängnis! Keiner der westlichen Politiker protestiert! Jedem "Familienvater" gibt das sicherlich zu denken.
Noch Fragen, Kienzle?
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