Dass @Rütli exkommuniziert wurde, ist nicht gut
Der leider exkommunizierte ehemalige Forist @Rütli bat mich, seine
Gedanken zum Weltstaat einzustellen:Die Entwicklung zum Weltstaat ist unausweichlich, quasi die Entropie
der Geschichte.Entweder wir schaffen den Staat ganz ab oder der Weltstaat wird kommen.
Seit der Verstaatlichung des Menschen und der damit einhergehenden
Zerschlagung der natürlichen Blutsgemeinschaften läuft die Entwicklung
unaufhaltsam in diese Richtung. Ein Verharren auf irgendeiner Zwischenstufe
(Stadtstaat, Nationalstaat, Regionaler Grossstaat) war in der Vergangenheit
nicht möglich und wird auch in der Zukunft nicht möglich sein.
So ist es.
Wenn wir also den Staat nicht abschaffen wollen, müssen wir dafür
sorgen, dass er reformiert wird und der entstehende Weltstaat unseren
Vorstellungen entspricht und nicht denjenigen der für das jetzige Desaster
verantwortlichen Eliten.
Warum sind die Eliten verantwortlich, wenn der Schwarm nicht dafür sorgen will, wofür 'wir sorgen müssen', wie Du sagst? Das beisst sich irgendwie, oder?
Das Ziel sollte eine "žVerschweizerung der
Welt"€œ sein. Ein auf direkter Demokratie und strikter Subsidarität
aufgebauter Weltstaat mit genau definierten Kompetenzen in dem die
Gliedstaaten (Kantone) von Überschaubarer Grösse sind.
Ja, so ein Gebilde (Willensnation) entsteht aus dem Willen der Bevölkerung heraus. Dieser Wille ist aber nicht mal im Gelben Forum erkennbar. Wie also soll eine Verschweizerung Deutschlands, geschweige denn der Welt möglich sein, wenn der dementsprechende Wille fehlt und die Suche nach personifizierten Sündenböcken und Heilsbringern (Führern) das Hauptmotiv der politisierenden Schreiber und Aktivisten ist?
Jeder Erweiterung
der Kompetenzen des Weltstaates muss sowohl die Mehrheit des Volkes als
auch die Mehrheit der Gliedstaaten zustimmen .
Das ist in der Schweiz aber nicht ganz so. Nur bei bestimmten Vorlagen ist die Mehrheit sowohl der Bevölkerung als auch der Kantone nötig. Wenn dies nicht so wäre, dann käme es oft zu einer Situation, in der eine Minderheit den Kurs bestimmt.
Ansonsten, wenn dieser Weltstaat von sich aus Kompetenzen an sich ziehen
kann, wird er den Weg der USA gehen und zur Tyrannei verkommen.Gruss
Rütli[/i]
Eine Art Tyrannei, in der der Einzelne nahezu nichts zu sagen hat, ist die Demokratie aber auch, und nicht nur der Feudalstaat. Der Unterschied ist, dass der Einzelne in einer direkten Demokratie seine Wut auf die Masse statt auf Sündenböcke richten kann, wenn sie nicht nach seinem Gusto entscheidet.
Die Masse eignet sich als Sündenbock aber weniger als einzelne Auserwählte, und deshalb ist die Wut auch dementsprechend kleiner in einer direkten Demokratie.
Ich hoffe, Du wirst bald befreit aus der Verbannung.
Grüsse, Zara