Mammut-Entrecote// Thesen von Sigrid
Hallo Kurt,
hierzu:
„Ja eben. Die Stammesgesellschaften. Solange sie stabil waren. Auf einmal wurden die aber größer als 150 Köpfe, was den Tantenclan verwirrte, worauf dieser die regulierende, kühlendeâ„¢ Kontrolle verlor, die er vorher Millionen Jahre lang innehatte.“
Hat schon was, die These von B.Bouvier.
Dummerweise erschließt sich mir aber nicht, wie Das denn wohl passieren konnte:
Wie bei den Lemmingen? Also überreiches Nahrungsangebot und konstantes vor sich hin blubberndes Naturumfeld mit freundlicherweise irgendwie dezimierten Fressfeinden, so dass Mensch nach Millionen von Jahren schwupps in die fatale Lage kam, den Früchten seiner Lieblingsbeschäftigungen zum Opfer zu fallen.
Oder aber Neolithikum. Also brodelndes Naturumfeld und geringes Nahrungsangebot, so dass sich die nun notgedrungen revieruntreuen Gruppen spinne-feind wurden. Da reichte dann die nach innen ausgerichtete Kühlung der Tanten nicht mehr zum Überleben und die Männer in ihrer nach außen gerichteten „funktionalen Ordnung“ mussten der herauf dämmernden Ohnmacht wachsende Macht entgegen setzen. Weil damit derart erfolgreich, wurden sie anbetungswürdig. Was kein Wunder wäre; wenn Gaia plötzlich ihre Kinder verelenden lässt, betet man halt die Macht an, die dieser dennoch etwas abtrotzt. Und erst NACH dieser Abzweigung wurden die Gruppen größer.
Warum aber kam es dann zum Uckmuckklüngel?
Vielleicht eben doch eher dies, was ich schon mal zu Zarathustra hier einstellte:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=379919
Auszug daraus:
Wirklich lang hab ich darüber nachgedacht:
WODURCH kam es denn im „autopiotischen Schwarm“ zu der Bifurkation ( Abzweigung) zur patriarchalischen Schwarmausrichtung?
Und kam auf eine für mich überraschend einfache Ansatzerklärung. Diese Abzweigung war systemimmanent angelegt, wie subjektiv offensichtlich vieles artbedingt im jeweiligen Individuum schlummert und in der Entwicklung dann zur Ausprägung kommt. Wenn man Schritte der Entwicklungstheorie des Mensch auf die Menschheit überträgt, gibt es erstaunliche Parallelen.
Nun les ich aus der Leserzuschrift von Leser:
„Nicht nur die sogenannte Frühgeschichte und die matriarchalen Hochkulturen, zu denen unser großer Herman Wirth bereits geniale Forschungen anstellen konnte, ebenso wie Jürgen Spanuth und Oswald Tränkenschuh , widerlegen die unrühmliche These von einer patriarchalen Entwicklung als „evolutionär“ - was soll das sein, wo doch die Evolutionstheorie große Löcher und Leerstellen aufweist und von der Epigenetik (siehe X-Gen) weit überholt wurde.“
Mein Ansatz ist systemgebunden und systemgestaltend. Evolutionär lediglich in der Hinsicht, das Ent-wicklung nur Stufe um Stufe geschieht. Sich das Leben also NICHT evolutionär aus der „Tat“ und dem Drumrum entwickelt, sondern sich systemimmanent angelegt in die einzig mögliche Richtung im großen Ganzen entwickelt.
Wie ich meine, die netteste Theorie überhaupt! Da käme entwicklungstheoretisch nämlich mal irgendwann nach den Mutter, Vaterzeiten und Pubertät die Erwachsenenreife. Mitsamt derer sich dann der alimentierte „Versorger“machtzyklus und der grenzenlose Egofindungsprozess gegen den Rest der Welt ausdebitiert hat.
Mit freundlichen Grüßen von Sigrid
P.S.: Für Leser die Determinismus immerzu als vom Anbeginn der Welt bis in Winzdetail festgelegtes morbides Robotdasein ablehnen, kann ich kaum erhellendes beitragen. Ich kann leider überhaupt nicht verstehen, wie man das denn so verstehen kann.
Für mich ist das Entwicklung mit Leitplanken. Nur über die Erkenntnis zu diesen Leitplanken geschieht Entwicklung.
Wäre da nicht alles! determiniert, wäre Leben gar nicht möglich.
Was für Kreise aber Einzelnes und „Schwärme“ da so ziehen und wie lange, ist durch deren systemgestaltende Wirkung determiniert und nicht von vornherein festgelegt.
Die „Zentralmachtinstanz“en der derzeitigen Welt sind durch ihre Ohnmacht (stets drohender Verlust zum Vermögen weiterhin mächtig zu sein) getrieben mächtig zu wirken. Deren Manipulationen und Simulationen bewirken nur daher den Erfolg, da der Rest vom Schwarm aus determinierten Gründen in Ohnmacht mächtig wirkt.
Ein jeder kann nur wollen, was ihm möglich ist!
Ein jeder ist aus unzähligen Ursachen dazu determiniert nur das wollen zu können, was ihm möglich ist!
Ich denke, da ist dieser Ansatz von Ashitaka: Da geht es um DAS VERMÖGEN darüber, was man denn wollen kann.
Aus dem Ganzen wechselwirkt sich dann das, was geschieht.
Da ich die Ohnmacht!( da sind wir abgebogen, wahre Macht aus Vermögen gibt es nur für Momente) hier wie dort verorte und für mich oben wie unten alle nur ständig darum ringen ihr „Vermögen“ irgend etwas zu wollen in größtmöglichem Maß zu erhalten, ist das einfach nur Lebensentfaltungs;- oder erhaltungsimpuls. Naturgesetz!
Und weil wir allesamt dazu determiniert sind, das umzusetzen in diesem „ohne Ende bis zum Ende“ werden wir halt an die Leitplanke „der Begrenzung“ knallen.