@Leserzuschrift - Meine erste Meinung
Zitat Dr. Warm/Hills Group
"Die Gesetze der Thermodynamik werden nun auf die Ölförderung
angewendet. Die Thermodynamik ist die Wissenschaft, die sich mit der
Umwandlung von einer Energieform in andere beschäftigt. Da Ölförderung
in erster Linie mit Energie zu tun hat, ist es selbstverständlich, dass
man sie thermodynamisch betrachtet; eigentlich ist es unverständlich, dass
es vor der Hillsgroup (kurz: HG) niemand tat."
Was mir schon beim ersten Lesen gegen den Strich ging, war die Sache mit der Temperatur des geförderten Öl-Wasser-Gemischs. Es wird nicht erklärt, WARUM diese den Verlauf der ERoEI abbilden soll (incl. der gesamten PPS-Kette). Für mich steht das als Behauptung mal so im Raum.
Dieser Autor hat das gleiche Problem:
"Aber einen Punkt der ETP- Berechnung kann man durchaus als unanschaulich bezeichnen. Warum hat die aus dem Bohrloch transportierte Wärme etwas mit der Energie zu tun, die man zur Erdölförderung braucht ? Ich gestehe, dass ich für diesen Punkt noch keine schlüssige Antwort habe. Aber der erste und zweite Hauptsatz der Thermodynamik sind gültig, und gegen physikalische Gesetze kann man nicht verstoßen. Und wenn diese Gesetze etwas über Energie aussagen, ist das Ergebnis zu akzeptieren."
Der gibt sich aber schnell zufrieden!
Die von der Hills/Group durchgeführte Verknüpfung von Geldwerten und
Energiewerten ist mir unbekannt und im ersten Durchlesen noch nicht
zwingend verständlich geworden.
Die wirtschaftliche Aktivität wird nun mal in Währung gemessen (und zurechtgelogen) und nicht in produzierten Gütereinheiten. Zudem taucht das Problem der Variabilität der Messeinheit Währung auf. Dies wird jedoch dadurch neutralisiert, daß Energiepreis/GDP und die Umkehrbetrachtung, welchen Preis man für Energie gerade noch zahlen kann, um GDP zu erzeugen, jeweils für einen kurzen Zeitraum (1 Jahr) betrachtet werden.
THG sagt selber, daß es sich dabei um empirische Daten handelt. Immerhin hat es gereicht, um 2012 den Ölpreiseinbruch von 2014 verherzusagen. Wenn jetzt noch Zahlen auf den Tisch kommen, daß die globale Realgüterproduktion rückläufig ist, dann wäre das ein starkes Indiz für einen Zusammenhang.
Grüße
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