Surplus ist Zwang. ETP inkludiert Verbrauchereinkommen für Energie.
Na burakamin,
Hallo Centao,
In der erweiterten ETP-Diskussion bei dem Block von Frau Gail Tverberg
ist
dies ein wichtiger Punkt. Sonst versteht man nicht das Nachfragemodell.
Den
der höchste bezahlbare Oberbetrag für die nutzbare Energie ist eben
monetär in der Praxis verankert. Siehe Venezuela, wo der Sprit nichts
kostet, aber alles hungert und es keine Nachfrage nach
Produktionsenergie
gibt..
das ist nicht abwertend gemeint, aber Du hast wirklich das ETP-Modell noch
nicht ganz "verinnerlicht". Ich empfehle Dir unbedingt den Faden im
Peak-Oil Forum. Dort kannst Du erstens BW Hill direkt Fragen stellen und
zweitens nachlesen, warum Venezuela, Saudi Arabien und die ganzen
ÖL-Konzerne keine Gewinne mehr machen sondern extrem am Aufschulden sind.
Denn das ETP-Modell bietet eine Erklärung, mit Nachfrage hat diese
allerdings nichts zu tun.
Einige würden dies erste Versuche zur Rabulistik nennen..
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Es hat neben dem Energiegehalt (Wasseranteil, Dichte, Förderenergie, Kettenlänge) vor allem was mit dem möglichen bezahlbaren Preisen zu tun.
Dieser Preis entwickelt sich aus der Nachfrage, also dem Verbrauchereinkommen, Seite 16/20 ff. bei der deutschen Übersetzung. Die original Quellen habe ich auch.
Nochmal es gibt inzwischen komplementäre Markt-Theorien zum ETP-Modell, weshalb der Förderüberschuss bis zum Schluss bestehen bleibt..
Im übrigen wir Erdöl global gehandelt und nicht in Venezuela. Die
Kameltreiber sind ja auch reich geworden, indem sie ihr Öl an andere
verkauft haben und nicht, indem sie lokal die "Nachfrage nach
Produktionsenergie" befriedigt haben.
Ja, burakumin, alles incl. Infrastruktur ist auf Schuldenstand /
Vorfinanzierung gebaut.
Wie erklärst Du Dir dann
soetwas? Ameisen
bauen riesige Infrastruktur ganz ohne Vorfinanzierung, wie kann das sein?
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Ein paar grundsätzliche Dinge dazu: Der Debitismus bedingt eine "Macht"
(Zwang) die a priori einen Handlungsrahmen schafft, der die Einhaltung von
Kontrakten und Eigentumsrechten garantiert.Was Du Vorfinanzierung nennst, ist ein Energieüberschuß. Eher, reines Machtderivat. Zur Not mit der Bioenergie der "Sklaven".
Dieser muß
vorher gegeben sein, damit eine bestimmte Anzahl an Menschen sich mit
anderen Dingen beschäftigen kann, als mit der Nahrungsbeschaffung.
Lies mal Uckmucks.., es gab erst ein Surplus ab Abgabezwang. Du rollst hier selbst das Pferd von hinten auf.., oder hast es vielleicht auch noch nicht gesehen.
Als Motivator benötigt man allerdings stets einen Zwang (Macht), da der
Mensch sich wohl kaum wie eine Ameise ohne extrinsische Motivation in sein
"Schicksal" ergeben würde.
Eieiei...
Im Debitismus zwingt die "Macht" mittels Monopolgeld und Zwangsabgabe
(Steuer) sowie Zins zur stetigen Aufschuldung. Voila unser
Kettenbriefsystem. Dies stellt eine Organisationsform dar, einen
Möglichkeit der Ressourcen-Allokation. Es ist ein Management-System mehr
nicht.Stell Dir Folgendes vor:
Du strandest mit 99 Menschen auf einer einsamen Insel. Du kannst die fünf
stärksten (die mit den Knüppeln) davon überzeugen, dass sie Deinen
Anweisungen folgen. Fertig ist der "Staat".Du "überredest" 20 Menschen, Muscheln zu sammeln und zu fischen. Du hast
Glück und diese Menge an Fischern kann auch die restlichen 80 mit Nahrung
versorgen. Fertig ist die "Vorfinanzierung" = Energieüberschuß.
Niemand arbeitet freiwillig. Denn es bedeutet Energieverlust.
Jetzt hast Du noch 74 Menschen. Die machen Werkzeuge, fällen Palmen,
sammeln Steine, bauen Häuser, finden Eisenerz, graben Brunnen, bauen
Häuser, usw.Alles zentral gesteuert, ohne Geld und ohne Zins! Nimm noch freie Liebe
dazu und Du hast den schönsten Kommunismus aller Zeiten. Was Du dafür
benötigst, sind lediglich Menschen, Land, zuviel Energie und Zwang. Das
ist in etwa das, was auch unsere Altvorderen hatten, als sie die antiken
Zivilisationen gründeten.
PS: Die Energie nach der Subsistenz war nicht zuerst da, sondern der
Zwang
zur Vorfinanzierung und der Möglichkeit danach "Ertrag" zu scheffeln.
Ohne Energieüberschuß kann es nichts außer Subsistenz geben. Wenn
selbst der "Häuptling" mit auf die Jagd gehen muß, weil er sonst hungert,
wer ist dann übrig, um den "Zwang" zu erzeugen?Allein schon die Herausbildung einer Zwingmacht als Herrscherkaste
erfordert a priori einen Energieüberschuß. Sonst würden zuerst ihre
Untertanen verhungern und dann sie selbst. Das ist auch der Grund dafür,
warum Stammesgesellschaften so egalitär sind.![]()
Ohne Zwinger kein Zwang.
Beste Grüße
burakumin
Also mal zusammengefasst, so richtig Neues war noch nicht dabei. Vor allem die Möglichkeiten einer Kontraposition zum ETP-Modell interessieren mich eher. Im System geht es ja nicht, auch wenn gerade Venezuela das Nachfrager-Problem aufzeigt. Natürlich müssen die exportieren..
Also dann erstmal, muss los.
Viele Grüße,
CenTao