"Die Verschuldung" als Motor der Gesellschaft?
Grüß Dich, Centao!
das ist doch die Frage. Ohne Verschuldung der westlichen Staaten, wäre
energietechnisch doch in der Nachfrage der Ofen bereits aus, insbesondere
bei dem immer schlechter werden EROI der Erdölquellen [insbesondere für
logistische Prozesse].
Glaubst Du allen Ernstes, dass bald acht Milliarden Menschen auf der Erde wohnen, wegen "der Verschuldung"?
Du zäumst das Pferd von hinten auf und noch dazu mit dem falschen Sattel. Zuerst kommt das Erdöl, dann der Rest. Landwirtschaft und Fischerei, Straßenbau, Hausbau, Maschinenbau, etc. verbunden mit den enormen Fortschritten des jeweiligen Sektors sind ein Produkt des Erdöls. Und ja - auch der Debitismus. Ansonsten hätten wir ein subsistenzbasiertes Feudalsystem wie vor Kohle und Erdöl.
All das basiert auf Erdöl - und rein auf Erdöl - und nicht auf "der Verschuldung".
Die Richtigkeit dieser Aussage kannst Du ganz leicht feststellen, indem Du "die Probe" machst: Entferne gedanklich das Erdöl aus unserer Gesellschaft aber lass die Verschuldung und sieh Dir an, was dann übrig bleibt.
Hoher Konsum z.B. im Baubereich (dem höchsten individuellen
Energieverbrauch des Menschen) stärkt m.E. die Energiepreise durch
"neu-verschuldnerische" Nachfrage.
Innerhalb des ETP-Modells besteht eine energetisch determinierte Obergrenze für den maximal möglichen Ölpreis. Diese resultiert aus einer physikalisch-thermodynamischen Betrachtung des Produktionsprozesses. Mittels der Gleichung "jährliches Welt-BIP in $ geteilt durch jährliche globale Fördermenge in Barrel" ordnet das ETP-Modell jeder Energie-Einheit (in BTU gemessen) einen bestimmten monetären Betrag zu.
Dieser Betrag pro Barrel minus der Betrag, der für die Produktion "geopfert" werden muss ergibt nun den maximal möglichen Ölpreis. Oder mit anderen Worten den maximal möglichen Zugewinn an BIP gemessen in Energie, welche ein Barrel ÖL für die Produktion von Gütern und Dienstleistungen zur Verfügung stellt.
Angebot und Nachfrage spielen also keine Rolle auf diese Preisobergrenze.
Kritik am ETP-Modell müßte daher an diesem Punkt ansetzen und das wäre eine Diskussion, die ich mangels mathematisch-naturwissenschaftlicher Kenntnisse nicht imstande bin zu führen.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Du die Aussagen des ETP-Modells richtig verstanden hast.
Die Erdölpreise sind also nachfragetechnisch, in einem debitistischen
System "künstlich" hochgehalten??Weitere Börsenmanipulationen, da halt ich mich raus. Das erinnert an
Ellis Diskussionen mit siggi.." />.
Hier weiß ich nicht, was Du meinst und daher kann ich Dir darauf auch keine Antwort geben. Falls Du implizieren möchtest, ich hätte so etwas behauptet, dann liegst Du aber definitiv falsch.
Beste Grüße
burakumin
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