An die Leserzuschrift
Hallo Peter, (falls du der von dir verlinkte Mathepeter bist)
"Ich würde mir sehr viel Arbeit ersparen, wenn mir jemand schon jetzt
verdeutlichen könnte, dass die Arbeit und die sich daraus für die
Menschheit ergebenden Folgen aus "den und den" konkreten Gründen absoluter Unsinn ist.
Für weitere Hinweise, Argumente und Meinungen wäre ich in jedem Fall dankbar."
Dem schließe ich mich an, und zwar möglichst hieb- und stichfeste Gegenargumente,
nicht nur "ett is schon immer jut jejange"
"Das breite Publikum kann unmöglich erfassen oder gar begreifen,
dass der "geniale" Trick darin besteht, dass unsere gesamten
globalen Infrastrukturen (beginnend mit Straßen, Eisenbahnen, Stromnetzen,
Industrieanlagen, Schiffe, Häfen, Erz- und Kohlegruben usw. usw.)
auf der Kostenbasis und unter weitgehender Nutzung billiger fossiler
Energieträger erstellt worden sind. "
Dazu hatte ich die Idee, wenigstens im Familienkreis mal ein Spiel zu
machen, ein Tag lang alles sein lassen, was ohne die billigen fossilen
Energieträger nicht möglich wäre. Mit mir als Aufseher, der immer Stopp
ruft, wenn etwas versucht wird, was ohne Fossile nicht ginge.
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"Die von der Hills/Group durchgeführte Verknüpfung von Geldwerten und
Energiewerten ist mir unbekannt und im ersten Durchlesen noch nicht
zwingend verständlich geworden."
Gerade der Aspekt ist aber sehr interessant.
Da wohl unbestreitbar alles Wirtschaften auf Fossilen beruht und sowohl
die Menge verbrauchter Fossiler als auch die Höhe des weltweiten BSP
bekannt sind, errechnet Berndt Warm, dass mit einem Barrel Öläquivalent
1007 Dollar BSP erwirtschaftet werden. In Wirklichkeit sind allerdings
nur 87 Dollar nutzbar, da der Rest von den Verlusten und den Förder- und
Verarbeitungskosten gefressen wird.
Wenn ich Pakete ausfahre und mit einer Tankfüllung für 87 Dollar 90 Euro
Verdienst bekomme, bleibt mir netto 3 Dollar für eine Tour.
Wenn die Ölfirmen allerdings einen Preis von 100 Dollar für die Tankfüllung
haben wollen MÜSSEN, gibt es zwei Möglichkeiten:
Ich höre auf, weil mir jede Tour 10 Dollar Verlust bringt.
Oder der Ölproduzent hört auf, wenn ihm niemand die 100 Dollar zahlen
kann und er mit jedem gelieferten Barrel Verlust macht.
Da ist keine Lösung sichtbar, und deshalb schreibt er: Dann geht das
Ölzeitalter zu Ende (und zwar nicht dereinst, sondern nach sehr absehbarer Zeit)
Dieses unentrinnbare Dilemma ist mir auch erst durch die Links von Literaturhinweis
endlich wirklich klar geworden. Vielen Dank an ihn.
Zu deinem dann folgenden Absatz in Anführungszeichen denke ich, dass die
Entwicklung unter Nutzung der geschenkten Energie vollkommen natürlich ist
und dass uns kein Schuldiger in diese Sackgasse geführt hat. Wenn du viel
Nährlösung in die Petrischale gibst, vermehren sich die Bakterien auch schnell,
bis alles weg ist und alle sterben müssen. Ein Machthaber, der die Vermehrung
der Menschheit hätte verhindern wollen, wäre kläglich gescheitert. Wie du
auch schreibst: Wir haben uns gerne dahin führen lassen (und genießen auch
gerne noch den verbleibenden Rest).
Die Rentiere auf St. Matthews Island haben das gleiche durchgemacht, und da
waren garantiert keine Eliten anwesend, die sie ins Unheil geführt haben.
Und jetzt mal warten, ob jemand die Hills Group widerlegt.