Ja, ich
Hallo Jükü!
Du schreibst: Es bleibt dabei, schuldig im juristischen Sinne, wie erwähnt.
Wenn die „Wahl“ zweifelsfrei lautet „entweder 164 oder 164 und 70.000“, dann muss es (moralisch, nicht juristisch) meiner Meinung nach „164“ lauten – oder ist jemand anderer Meinung?
Das heißt dann im Klartext die Moral hat mit der Justiz nichts am Hut.
Genau das war auch die Botschaft des Filmes und genauso hat das Publikum auch abgestimmt.
Dann erübrigt sich prinzipiell das ganze „wenn-aber-jedoch-dennoch -Geklingel“ drum herum, weil der Fakt ist, wie er ist.
Und genau das, lieber Jürgen, sollte in die Hirne der Leute.
Es wurde eine Situation „INSZENIERT“, um das Unglaubliche glaubhaft zu machen.
Spätestens seit 2001 wissen die meisten Schreiber und Leser hier (inkl. uns beiden), wie das mit dem Terrorismus in Wirklichkeit ist.
Er ist ein perfides Mittel die Menschen direkt materiell (einige wenige) und indirekt (die große Masse) geistig zu beschädigen.
Der inszenierte Terror wird uns als natürliches Phänomen wie ein Erdbeben oder Blitzeinschlag verkauft, gegen den es keinen Schutz gibt und der mitunter außergewöhnliche Entscheidungen abverlangt.
Wechseln wir mal die Perspektive.
Ein gefesseltes Kind bekommt vom einem "Regisseur" eine Schaltuhr mit 2 Knöpfen vorgelegt.
Es muß innerhalb der nächsten 60 Sekunden einen der beiden Knöpfe drücken, wenn es nicht durch eine Bombe in tausend Stücke zerrissen werden will.
Allerdings sind die beiden Knöpfe mit Optionen belegt.
Beim Druck auf den linken Knopf würde der Papa zerfetzt und beim Druck auf den rechten Knopf die Mama, die Geschwister und die Großeltern.
Das Kind hat die Wahl und es wird wählen, weil es wählen muß.
Wenn überhaupt getötet werden müßte, würde ich den Regisseur erschießen, der das ganze Szenario erdacht hat.
mfG
nereus