Danke BillHicks. Zwei Antworten: (mT)

DT, Mittwoch, 29.06.2016, 12:14 (vor 3523 Tagen) @ BillHicks3142 Views

a) was wollen wir in Europa. Das KANN man so nicht beantworten. Der Grieche will, wie auch der deutsche Arbeiter, arbeiten, möglichst wenig, um (möglichst gut) leben zu können. Billig nach Malle, billig saufen, etc. Möglichst viel Fußball, savoir vivre.

Der deutsche Angestellte oder die deutsche Führungskraft schafft, weil es Spaß macht, er lebt, um zu arbeiten, er fühlt sich erfüllt, er läßt einen Teil oder allen Urlaub verfallen, er macht Überstunden.

Selbst in Deutschland ist das nicht einheitlich. In Köln ist um 16.00h Rushhour, während in Stuttgart oder München um 19.00h Rushhour ist.

Noch viel mehr ist das in Europa der Fall, Finnland vs. Griechenland.

Meiner Meinung nach KANN man sich also nicht auf ein Ziel festlegen. Der Grieche und Italiener war gewohnt, daß man ihn von seinen Schulden via Abwertung befreit, der Deutsche wollte sparen und dadurch sollte sein Geld durch Aufwertung mehr wert werden. Der Grieche und Italiener sagte "carpe diem" und "live now", der Deutsche prokrastinierte den Genuß ganz calvinistisch immer weiter in die Zukunft, bis er tot war, um den Kindern das Haus zu vererben.

Was sollen wir? Einfach nur Rechtssicherheit. Mir würde es reichen, wenn wir Subsidiarität und Rechtsstaatlichkeit hätten uns uns an die geschlossenen Verträge halten würden. Das würde das Handeln wieder etwas planbarer machen.

Mich treibt diese Anarchie auf höchster staatlicher Ebene zum Wahnsinn.

b) Die EU ist letzten Endes so aufgebaut wie die Sowjetunion. Zentralregierung, 5-Jahrespläne, etc. Das hat damals schon nicht funktioniert und wird wieder schief gehen. Weil man gegen das Naturell der Bürger handelt, die eigenständig handeln wollen. Ein Bürger möchte gerne sein Bargeld daheim bunkern oder auch in der Schweiz, weil er es hart verdient hat und schon versteuert hat. Wir reden nicht über Schwarzgeld. Schon Eichhörnchen oder Eichelhäher legen einen Vorrat an. Nimmt man diese Möglichkeit der Selbstverantwortung und Selbstvorsorge den Bürgern weg, stellt sich der Staat und besonders der Psychopath Schäuble nur noch als gieriger Raubritter dar.

Gäbe er die Steuern den Bürgern wenigstens noch als Infrastruktur zurück, wäre das auch irgendwie noch ok. Aber die Kohle wandert via GR und EU in die Taschen der CoL und der Wallstreet sowie der Hintertanen. DAS begreift der Bürger jetzt und ist dafür zurecht sauer. Versailles hat auch nur 4 Jahre funktioniert, dann haben die Bürger die Hände in den Schoß gelegt.


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