Vereinigte Staaten von Europa vs. Europäische Republik - Spiegel war einst investigativ

BillHicks ⌂, Wien, Dienstag, 28.06.2016, 14:19 (vor 3524 Tagen) @ Falkenauge4539 Views

Ich nehme an, die Hintertanen lassen ihr EU Projekt fallen.


Vorsicht, DT, ein solch wichtiges Projekt, an dem die "Hintertanen" seit
100 Jahren arbeiten, CIA und angloamerikanische Finanzkreise viel Geld
investiert haben, und das sein Hauptziel, die
"Vereinigten
Staaten von Europa"
, noch nicht ganz erreicht hat, lässt man nicht
bei temporären Schwierigkeiten einfach fallen.

Mit fallen lassen ist da nichts, das sehe ich genau so.
Aber: Nichts scheuen die Amerikaner mehr als eine europäische Republik (hingegen: "Vereinigte Staaten von Europa" steht für mich für das gescheiterte EU-Projekt - mit Europäischer Republik meine ich einen europäischen Rechtsstaat). Ein europäischer Rechtsstaat mit europäischer Armee, eigenständiger Außenpolitik, europäischer Wirtschaftspolitik etc. ist nicht in amerikanischem Interesse.

Eine europäische Republik darf übrigens nicht mit einem "Zentralstaat" verwechselt werden, sondern müsste selbstverständlich vertikal und horizontal gewaltengeteilt sein, insbesondere mit sauberer Trennung von öffentlichem und privatem (dann europaweit einheitlich vollstreckbaren) Recht.
Man lese den damals noch geradezu "investigativ" daher kommenden Spiegel wie "begeistert" die Amis von europäischer (insbes. auch militärischer!!!) Eigenständigkeit sind (zumindest: waren): http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13681878.html

Nochmal: nichts fürchtet der Welthegemon USA aus meiner Sicht mehr als eine (funktionierende) europäische Republik, die Wirtschaftsmacht Nummer 1 der Welt wäre und die plötzlich auch Interessen vertreten könnte, die nicht genau deckungsgleich mit denen der USA sind.

Die EU heute hat mit einer europäischen Republik freilich nichts gemein. Die EU könnte mit gaaaanz viel Wohlwollen vielleicht als die 21. Jhd. Version eines absolutistischen Vorläufers einer europäischen Republik gesehen werden. Einen absolutistischen Vorläufer, den alle heute existierenden festlandseuropäischen Republiken in ihrer Geschichte, teilweise bis ins 20. Jhd. hinein, hatten (Frankreich, Deutschland, Österreich, ...).

Eine Republik gründen zu wollen OHNE ein zentrales Gewaltmonopol VORHER zu errichten ist die Herausforderung an der bislang selbst die wohlwollendsten Staatswissenschaftsversager der EU gescheitert sind.

Selbst die USA und die Schweiz haben ein militärisches Gewaltmonopol (und selbstverständlich auch den dazu gehörenden Krieg!) benötigt um zur Republik zu werden.

Da spielen doch einzelne
Figuren keine Rolle, d.h. die stößt man halt von der Rolle, die sie zu
spielen haben, wenn sie nichts mehr taugen.

Die EU hat darüber hinaus auch für die Globalisierer und ihrem Ziel
einer Weltregierung eine zentrale
vorbereitende
Rolle
zu spielen.

Eine Weltregierung... Kant anyone? Wir bekommen eine Regierung ja nicht einmal in Europa hin (ungeachtet der europäischen (griechisch-römischen) gemeinsamen Wurzeln und Geschichte). Weltregierung im Sinne eines Rechtsstaates? Da kann man noch lange davon träumen.

Wenn mit "Weltregierung" die Angst der politik- und staatswissenschaftlich völlig ahnungslosen (und gerade deshalb oft nationalistischen) "NWO" Befürchter gemeint sein sollte: die NWO ist (war) längst da. Sie zerfällt gerade.

Solange die Herrschaftskasten in den
Einzelstaaten, die an ihren Strippen hängen, nicht von den Völkern
entmachtet sind, werden die Projekte in irgendeiner Form weiterlaufen.

Wir leben in einer komplexen Welt. Nicht in einer komplizierten Maschine. Die Suggestion der Möglichkeit linearer Instruktion sehe ich heute als Herrschaftsinstrument. Dass das angesichts der Geschehnisse in der Wirklichkeit (die für mich ganz offenbar macht, dass da nichts aber auch wirklich gar nichts "perfekt" nach Plan läuft - wie auch?) weiterhin insinuiert wird verwundert mich sehr und kann ich mir nur mit der standhaften Weigerung erklären sich mit Kybernetik (bzw. allgemein Transklassik) ernsthaft zu beschäftigen.

Die Machtbasen dieser Kasten sind die politischen Parteien, die die
Demokratie zur Oligarchie deformiert haben, an deren Abschaffung sich daher
alle Anstrengungen richten müssten. Nähere Begründung
hier.

Auch die Parteien in den Nationalstaaten selbst sind in einem Paradox verfangen. Von dort wird es keine entscheidende Energie für eine Bewegung in Richtung europäische Republik geben können.

Schöne Grüße

--
BillHicks

..realized that all matter is merely energy condensed to a slow vibration – that we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There's no such thing as death, life is only a dream, and we're the imagination of ourselves.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.