Die Journaille läuft Amok wegen des BREXIT
Deren Märchenwelt zerfällt in Trümmer und wie beim kleinen, ungezogenen Kind wird nun der Wiederkehr der Realität mit Geplärre und stampfenden Füßen zornig entgegen getreten.
Der SPIEGEL titelt mit: Boris Johnson, das Gesicht der Brexit-Kampagne, entwickelt sich zum meist gehassten Mann der Insel - weil vielen Briten erst jetzt dämmert, was er ihnen da eingebrockt hat.
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/brexit-boris-johnson-wird-meist-gehasster-mann-en...
Ja ja, die doofen Briten. Sie wußten auch nicht, wofür sie abstimmten und die Alten haben der Jugend ihre Perspektive gestohlen.
Nur die Posaunen der Eliten haben alles überschaut.
Und auch die Promis (z.B. Jamie Oliver) werden jetzt richtig grantig.
Unter dem Hashtag #BuggerOffBoris - "Verpiss Dich Boris" - schreibt Oliver: "Macht den verfi**ten Boris Johnson zum Premier - dann wars das für mich. Dann bin ich raus. Mein Glaube an uns wäre für immer gebrochen. Lasst uns aufhören, nur Zuschauer zu sein. Wir können das nicht zulassen."
Doch wovor fürchten die sich eigentlich? Davor:
Für sie materialisiert sich, was die meisten Experten vor der Abstimmung prophezeiten: In ein Land, das 52 Prozent seiner Bewohner lieber außerhalb der EU sehen wollen, wird weniger investiert, und, wenn man draußen ist, wird es teuer. Das Lager-Bier in Mallorca, in der Altstadt von Prag und an den Stränden von Kroatien, wo sich junge Briten gerne angetrunken mit Bungee-Seilen von Baukränen stürzen, kostet bald richtig.
Das Lagerbier und das Herunterstürzen von Baukränen, so etwas ist natürlich ganz besonders wichtig.
In diesen Dimensionen bewegt sich der ökonomische Sachverstand der Schreibzunft.
Schauen wir doch mal auf die Börsenbarometer vor und nach dem BREXIT.
Der FTSE 100 – quasi der englische DAX, allerdings mit 100 Werten – hatte im April ein Jahreshoch von 6.427 Punkten und steht aktuell bei 5.982 Punkten.
Das entspricht einem Fall auf 93,1 Prozent und damit einem Verlust von 6,9 %.
Der DAX erreichte im April 10.486 und liegt aktuell bei 9.427 Punkten.
Das entspricht einem Fall auf 89,9 Prozent und damit einem Verlust von 10,1 %.
Der CAC 40 der Franzosen lag im April bei 4.608 Punkten und steht heute bei 3.985.
Das entspricht einem Fall auf 86,5 Prozent und damit einem Verlust von 13,5 %.
Wir sehen also, daß der Einbruch des britischen Aktienindexes viel moderater ausfiel, als der von anderen europäischen Wirtschaftsmächten.
Und warum fiel der Index in Paris fast doppelt so tief wie der von London, wenn doch die wirtschaftliche Potenz der EU nach wie vor Frankreich überstrahlt und "Klein-Britannien" jetzt in einem dunklen Schatten sein kümmerliches Dasein fristet?
Und nun schauen wir mal nach dem weniger potenten Spanien, das noch Mitglied der ruhmreichen EU ist.
Deren IBEX 35 erreichte im April bei 9.446 Punkten und steht aktuell bei 7.646.
Das entspricht einem Fall auf 80,9 Prozent und damit einem Verlust von 19,1 %.
Der EURO STOXX 50, der die Wirtschaftskraft Europas indizieren soll, stand im April bei 3.266 Punkten und liegt aktuell bei 2.744.
Das entspricht einem Fall auf 84 Prozent und damit einem Verlust von 16 %.
Entweder haben die Börsianer das auch mit dem BREXIT nicht verstanden – also so wie die englischen Wähler - oder das Medien-Bordell schreibt, wie so oft, Unsinn. ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
Es könnte aber auch sein, daß den Mietmäulern langsam schwant, daß die Brüsseler EU nach und nach zerbröselt, die Deutschen auf Billionen von Verbindlichkeiten sitzen bleiben werden und die erboste Bevölkerung dann die Großraumbüros stürmt und die willfährigen Schreiberlinge an ihren Haaren auf die Straße zerren wird.
Da muß dann schon mal präventiv etwas kräftiger gepfiffen werden im dunklen Wald.
Bei Anne Will wurde die britische Politikerin Anna Firth von Panzeruschi befragt, ob sie nach dem Ausgang des Referendums nun traurig sei. ![[[hae]]](images/smilies/hae.gif)
Da schaute die Engländerin die demente Verteidigungsministerin verwundert an und sagte. „Warum denn, wir haben doch gewonnen!“ ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Nur dieser kleine Schlagabtausch zeigte wie degeneriert mittlerweile das hiesige politische Kartell geworden ist.
Die wissen nicht mehr wo oben und unten, links und rechts und was gut und böse ist.
Die sind einfach nur noch bescheuert.
mfG
nereus