Der Nachteil unserer Meinungsfreiheit
Guten Tag,
Ich hebe mal etwas(?) ab:
Nachdem sich unsere Meinungsfreiheit immer mehr zuspitzt, sodass auch die
Nachteile für denjenigen, der andere Meinungen vertritt, in bestimmten
Bereichen bereits spürbar werden
In Anlehnung an den Aufsatz von Josef Pieper „Missbrauch der Sprache – Missbrauch der Macht“ möchte ich die Vermutung äußern, dass ein Hauptnachteil der Meinungsfreiheit darin besteht, dass sie grundsätzlich die Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheit befördert und unsere Rede immer mehr etwas bezweckt und immer weniger etwas besagt. Solange man im Sinne von Macht nichts zu sagen hat ist es nur halb so schlimm, dafür umso schlimmer, wenn man was zu sagen hat.
Dazu kommt, dass ich in der Regel nur ein Leben habe
Das wird nach unserem jetzigen Kenntnisstand wohl die Wahrheit sein. So wie es auch wahr zu seien scheint, dass es nichts Höheres als dieses eine Leben gibt und ich deshalb auf Teufel komm raus dran zu hängen scheine. Vielleicht würde mir an dieser Stelle etwas Gleichgültigkeit gegenüber der vermeintlichen Wahrheit ausnahmsweise ganz gut tun.
Um dieses eine Leben möglichst lange möglichst unbeschwert zu gestalten, werde ich morgen aber erstmal meinen Termin für eine schöne Zahnwurzelspitzenresektion wahrnehmen und ich bin ganz froh, dass ich zu diesem Zweck nicht bei einem rumänischen Landarzt vorstellig werde.
Mi freundlichen Grüßen
Schneider