Ja, man kann es sich jedenfalls so einfach nicht machen ...

CrisisMaven ⌂, Dienstag, 22.09.2015, 11:43 (vor 3777 Tagen) @ Orlando6030 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.09.2015, 11:55

... denn erstens, ob Intelligenz allein genetisch bedingt ist, ist ungewiss.

Abgesehen davon, dass man immer noch nicht ueber eine allgemeingueltige Definition der Intelligenz in der Psychologie verfuegt (in der Kybernetik schon, spaetestens seit W.Ross Ashby - nennt sich eben "Varietaet", und der kybernetische Intelligenz"test" ist objektivierbar - wer beherrscht wen), ist auch unter den groessten "Hardcore"-Vererbungstheoretikern keiner, der mehr als 80% als vererbt ansieht. Aber das gilt nur fuer die erste Generation. In der zweiten 64% seitens der Grosseltern, in der dritten nur noch knapp 50% seitens der Urgrosseltern usf. - Aber so darf man auch wieder nicht (allzulange) rechnen - der "Ahnenschwund" laesst gruessen ...

Zweitens, ob sich bei Paarungen von mit unterschiedlicher Intelligenz ausgestatteten Menschen zwangsläufig das niedrigere Niveau durchsetzt ist ebenfalls unbelegt.

Genau, und selbst die 80%-Theorie hakt: denn es ist unbestritten, dass sich bei allen Eigenschaften (also Muskeln/sportliche Leistungsfaehigkeit wie Intelligenz/intellektuelle Leistungsfaehigkeit) eine "regression to the mean" finden laesst, d.h. die Tendenz, wieder zurueck zum Mittelwert zu streben.

M.a.W.: sehr intelligente Eltern bekommen in der Regel "duemmere" Kinder und "minderbemittelte" Eltern intelligentere Kinder.

Begabungswahrnehmungen sind eben sehr, sehr, sehr subjektiv.

Drum stammen 95% der heutigen Professoren von 'tumben Bauern' ab. Aber: wer es mal zum Professor geschafft hat, ist in der Lage, seine Kinder durch entspr. Protektion wieder zu Professor(inn)en werden zu lassen.

Dasselbe findet man bei Handwerksmeistern. Was da Pruefungen besteht, waehrend hochqualifizierte Aussenseiter durchfallen, ist arg erstaunlich.

Nun gibt es ja dann solche Beispiele, die auf Vererbung von Begabungen hinzudeuten scheinen, wie z.B. die Musiker-Familie Bach. Mir erscheint das aufgrd. dessen, was man ueber das Wuerfelspiel der Vererbung und "regression to the mean" heute weiss, eher unwahrscheinlich. Viel besser passt, dass in dieser Familie ueber Generationen eben Musik so selbstverstaendlich war, wie woanders essen.

Erstaunlicherweise, trotz "regression to the mean", gibt es ueber Generationen hinweg Familien, die herausragende Artisten mit atemberaubenden Stunts hervorbringen. Warum? Weil die Kinder, kaum dass sie laufen koennen, im Zirkus anfangen, an sich zu arbeiten. Waehrend die studierte Sozialpaedagogin aufpasst, dass ihr Kind nicht vom Baum faellt, indem es ihm erklaert, "es sei noch zu frueh".

Und drittens, ob es überhaupt zu diesen befürchteten massenhaften Paarungen kommt ist ebenfalls unbelegt - entgegen meines ironischen Schlussatzes gibt es in den USA tatsächlich noch eine große Zahl Weißer und nicht nur "Hellbraune", obwohl dort eine große Zahl Afrikaner schon lange im Land weilt.

"Gleich und gleich gesellt sich gern". Es paaren sich bevorzugt Rassen. Loewen und Tiger koennen Kinder bekommen - sind also nach hergebrachter Definition eine Art. Es paaren sich Fuechse und Hunde auch. Den Neandertaler als eigene Spezies hatten wir hier auch schon widerlegt. Aber sie paaren sich "freiwillig" so gut wie nie. Dabei sind Rassen gemeint, die aus Anpassungsvorgaengen entstanden sind, nicht Zuechtungen innerhalb der Domestikation. Im Gegenteil: die paaren sich und wildern aus, eben weil sie "widernatuerlich" sind. Hitlers Rassenlehre war also eher widernatuerlich zu nennen, was aber nicht heisst, es koenne keine Menschenrassen geben. Wenn sie sich doch stets und staendig freiwilligst vermischten, gaebe es sie ja nicht.

Ich muss immer die Stirne runzeln, was daran so schwer zu verstehen sein solle, es sei denn man ist rechter (kuenstliche Trennung) oder linker (kuenstliche Vermischung) Rasse-Ideologe. Wissenschaft schert sich, ausser durch taetiges Mitleid, nicht um Ideologie.

Ich kenne Menschen einiger Rassetypen, die enge Freundschaften zu Menschen eines anderen Rassetypus pflegen - aber Heirat kaeme fuer sie wechselseitig (!) dennoch kaum infrage. Das mag rein erzieherisch bedingt sein - aber Erziehung ist ja auch ein selektionsstiftendes wie durch Selektion entstandenes Konstrukt!

Das wird aber die Politik auch noch hinbekommen. Neben einer Frauenquote wird man auch bald eine Rassenquote einfuehren - Begruendung: Anti-Rassismus.

Popcorn long ...

Der Intelligenzforscher Eysenck, mit dem ich zwar nicht uebereinstimme, der aber unzweifelhaft bemueht war, methodisch sauber zu arbeiten, konnte in Deutschland nicht mehr zu Gastvortraegen eingeladen werden, weil immer irgendwelche buttersaeure- und knallkoerperwerfenden Anti-Rassisten seine Vorlesungen stoerten.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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