Die Exter Pyramide wird schrumpfen
Hallo Morpheus,
ich weiß nicht was Du studiert hast, aber Du hast mir vor vielen Jahren doch selbst in einem Beitrag erklärt, dass jede ökonomische Entwicklung auf dem Prozess der schöpferischen bzw. kreativen Zerstörung aufbaut. Genau das ist nun der nächste Schritt. Griechenland markiert mit dem Schuldenschnitt den Dammbruch, dann folgen vermutlich weitere Schuldnernationen die es satt haben.
Der Internationale Währungsfond ging in seiner jüngsten Erhebung im Januar 2015 von einem schwachen Wirtschaftswachstum in der Eurozone aus. Weit abgeschlagen vom europäischen Durchschnitt mit etwa 1,9 Prozent BIP-Wachstum und dem Eurozonenwachstum von etwa 1,5 Prozent liegt Italien. Für das laufende Jahr wird ein geringes Wachstum von 0,5 Prozent erwartet. Dieser Wert wird im Laufe des Jahres – wie in den vergangenen Jahren – mit großer Wahrscheinlichkeit noch nach unten korrigiert.
Zurzeit ist Griechenland in aller Munde. Die neue griechische Regierung versucht mit unkonventionellen Methoden die europäischen Geldgeber von neuen Krediten bzw. Kreditstundungen zu überzeugen. Griechenland verdeckt momentan die wirtschaftlichen Schwierigkeiten anderer südeuropäischer Staaten, darunter in erster Linie die Schwierigkeiten Italiens.
Die Schuldenkrise des Euro hat ihre Spuren hinterlassen und die Staatshaushalte, wie jener von Italien, zeichnen sich durch hohe und steigende Schulden aus.
Das schreckt nicht nur Investoren ab, sondern hemmt die unternehmerische Tätigkeit. Der Schuldenschnitt bringt dann im Anschluss die schmerzhafte Erlösung.
Die Vermögensuhr läuft dann rückwärts bzw. die Exter Pyramide die sich zuvor aufgebläht hat schrumpft dann. Exter sagte, das illiquide Scheinvermögen verdampft hierbei von einer Sekunde zur anderen. Was mich dabei ärgert ist eigentlich nur, dass die cleveren 1% dabei nicht bluten müssen, da Ihnen diese Wirkung bekannt ist und ihr Portfolio in jeder Situation perfekt repliziert.
Viele Grüße
amos