Handwerk hat goldenen Boden

aliter, Donnerstag, 04.06.2015, 23:11 (vor 3877 Tagen) @ Dieter5857 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 05.06.2015, 13:53

Wer kann sich denn heute noch eine Handwerkerstunde leisten bei den
staatlich aufgezwungenen Lohn-Nebenkosten sowie der behördl.
Regulierungswut einschl. EU?
Der clevere Handwerker macht nur noch einen offiziellen 3/4- oder 1/2-Job
und die restliche Zeit wird schwarz gearbeitet für netto 15-18 Euro/Std.

Zumindest im Bereiche des Bauhandwerks und der Baunebenbetriebe. Man sollte die Gewitztheit der Handwerker nicht unterschätzen. Ich kenne etliche, die sehr kleine überschaubare Betriebe führen. Ob diese in nennenswertem Umfang schwarz arbeiten, entzieht sich meiner Kenntniss. Dass die Betriebsinhaber darüber nicht reden, spricht auch für deren Klugheit, ebenso übrigens auch, dass die i.d.R. brav in in der IKK bleiben und sich nicht von PKV fangen lassen.

Was ich aber beobachten kann ist, dass ein Grossteil der Zeit und der Mitarbeiterkapazität für das Hochziehen oder Solide-Sanieren eigener Renditehütten aufgewendet wird. Da wird nicht Geld in überteuerte Eigentumswohnungen gesteckt, sondern Ein- oder Zweifamilienhäuser, die im Zweifel auch gut verkäuflich sind, hochgezogen bzw. saniert. Ich sehe mit gewissem Erstaunen, dass vermutlich die Arbeitsleistung steuermindernd im Betrieb untergebracht wird, während dadurch Privatvermögen geschaffen wird; das kann kein Lehrer, Psychiater oder Gastroenterologe, auch wenn der zahlreiche Mitarbeiter hat. Natürlich weiss ich, dass das vermutlich steuerlich nicht korrekt ist. Meiner Beobachtung machen das nicht nur Chefs, sondern auch gute und pfiffige Gesellen.

Da kann man als Akademiker mit höchst durchsichtigen Einnahmeverhältnissen nur staunen und jedenfalls den Ratschlag der Eltern an die Kinder, doch irgendwas zu studieren z.B. Soziologie oder Medienpädagogik oder ähnliches nur in Frage stellen, jedenfalls wenn die Kinder eine praktische Begabung haben.


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