Chemielaboranten
Hallo Sylvia,
ganz kurz, bin in Eile, dies:
Alle Jubeltage beklagt unsere Wirtschaftselite den Facharbeitermangel.
Es gibt also zu wenige Facharbeiter.
Nun meine, natürlich individuell eingegeschärkte, Sicht dazu:
Facharbeiter (Handwerker) zu sein, war vor Jahr und Tag mal eine erstrebenswerte Ausbildung, mit der man (Mann oder Frau) Haus, Hof und Familie aufbauen konnte. Heute ist das längst nicht mehr so!
Ausreichende Löhne, einen Arbeitsplatz am Ort für ein Leben lang und somit eine gesichterte Lebensperspektive sind längst dahin. Somit kann die Elterngeneration auch ihren Kindern eine Facharbeiterkariere nicht empfehlen.
Die Jammerer aus Industrie und Handwerk haben sich den "Facharbeitermangel" doch selbst herangezüchtet: Mit Mindestlohn und Leiharbeit!
Und DAMIT lassen sich nunmal keine Familien ernähren!
Folgt: Gute Löhne und eine, wenn nicht Arbeitsplatzgarantie, so doch wenigstens eine örtliche (!) Perspektive anzubieten, löse das von den Firmen hinausgeschrieene Facharbeiterproblem von selbst.
Doch was geschieht stattdessen: Lohndumping mittels nun per "Willkommenskultur" hereingeholter "Mischpoke" (offizielle Bezeichnung für unliebsame Menschen!).
So sieht's aus. Und wir alle (steuerzahlende Michel) werden dafür bezahlen!
Gruß, Zandow
P.S.: Literaturempfehlung:
Dr. Else Runge
"Zur Theorie des Lohndumpings"
Verlag Konrad Triltsch, Würzburg
(EA, Erscheinungsjahr nicht ersichtlich, keinesfalls nach 1950, dies ersichtlich aus einer handschriftlichen Bemerkung; Bibliothek Zandow)
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Nuclear power? Yes please!