Frage irrelevant

politicaleconomy, Samstag, 18.04.2015, 23:07 (vor 3923 Tagen) @ Mephistopheles3013 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 18.04.2015, 23:20

... sind die kapitalistischen Stammesgesellschaften der Kibbuzim:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=267689

Die haben übrigens auch keinen Nachwuchsmangel, wie die sich ganz
folgerichtig und zu Recht im Geburtenstreik befindlichen Lohnsklaven.

Und

keine Frauenemazipation, sondern das Gegenteil: die Frauen haben sich

im

Kibbutz ihre Mutterrolle GEGEN die sozialistische
Frauenemanzipationsideologie der Ur-Kibbuzim zurückerobert.


Diese Frauen stellen natürlich auch die opferbereitesten Soldatinnen der
israelischen Armee mit der höchsten Gefallenenquote?

Woher die "opferbereitesten Soldatinnen" der israelischen Armee kommen - aus Kibbuzim oder aus Lohnarbeiterfamilien - weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, was das mit dem Verhalten der Kibbutzfrauen zu tun haben sollte.

Kibbutzniks sind Genossen, also Teilhaber an ihrem gesamten Kibbutz und damit keine Lohnarbeiter (nach außen, gegenüber dem Rest der Wirtschaft, ist ein Kibbutz ein kapitalistisches Unternehmen).

Das Thema "Mit-Eigentümer" Thema Du aufgeworfen, daher meine Antwort - mit der Ergänzung bezüglich der Familienstruktur.

Bevor ich Letzteres nicht belegt habe, glaube ich auch bei der
"Rückeroberung der Kibbuzim" an einen ideologischen Mindfuck.

Dein Glaube ist Dein Mindfuck. Die Kibbuzim sind praktischer Ideologie-Fuck. Das Verhalten der Frauen dort war völlig konträr zur Kibbutzideologie und den Erwartungen der Gründer (die Frauen sollten gemäß der sozialistischen Ideologie der Gründer ursprünglich die emanzipiertesten überhaupt werden).

Kurzeinblick:

"Stunde der Liebe

Israels Kibbuz-Frauen wollen nicht emanzipiert sein. Sie zeigen sich wenig interessiert an beruflichem Aufstieg, sind putzsuchtig und wünschen sich viele Kinder." (Kompletter Text)

Eine Erklärung dafür bietet Gunnar Heinsohn in seinem Text "Frauen und Mütter im israelischen Kibbutz: Familien- und Bevölkerungstheorie einer hochentwickelten Kommunegesellschaft" - verständlich allerdings erst auf dem Hintergrund seiner historischen und ökonomischen Analyse der modernen Lohnarbeiterfamilie und ihrer Demographie ("Menschenproduktion, allgemeine Bevölkerungstheorie der Neuzeit" - die wohl beste Analyse der Lohnarbeiterfamilie, deren präkäre ökonomische Struktur erst die "Frauenemanzipation" erzwingt).

Bitte selber nachlesen.

Den Kindern tut die Kibbutz-Struktur übrigens auch ganz gut - eine Erklärung dafür bietet wiederum Heinsohn an, hier eine Kurzfassung:

http://www.hagalil.com/archiv/2010/03/09/bettelheim-kibbutz/


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