Eine Alternative wäre Landbesitz für jede Familie?
Hallo Mephistopheles,
Die einzige Möglichkeit für die Proleten bei dem gegenwärtigen System
bestünde darin, aufhören zu arbeiten und aufhören zu konsumieren.
Genau, das ist der Anfang der Lösung des Problems und ich praktiziere dies seit wenigen Jahren selbst. Nur durch den Konsumverzicht entsteht persönliche Freiheit. Es sei denn, man verdient in seinem Job so viel, dass man mit dem Geld ausgeben nicht mehr nachkommt, das dürfte aber nur für die wenigsten Arbeitnehmer gelten.
Die Alternative, die bleiben wird, ist der Schwarzmarkt und die
Zwangsarbeit.
Jede Arbeit ist im Grunde ein Selbstzwang. Aber ganz ohne Zwang geht es nicht, durch das Geld haben wir aber wenigstens ein Gut, über das jeder frei verfügen kann, wir sind nicht mehr Sklaven, die an das Gut des Herrn gebunden sind.
Man müsste sich nur die Geschichte der UdSSR ansehen von 1924 - 1991, da
ist genau die Alternative zu dem gegenwärtigen System vorgezeichnet.
Vor einigen Jahren war ich einmal in Bali unterwegs mit einem Fahrer. Dem gehörte ein Toyota Jeep, das war also sein Kapital. Für den halben Tag zahlte ich dann etwa 50 USD. Dafür fuhr er mich vielleicht 100 Kilometer herum. Sein Verdienst nach Abzug von Benzin und Reparaturen dürfte bei vielleicht 20 USD liegen. Wenn er das 10 mal im Monat macht, hat er 200 Dollar verdient.
Er erzählte mir, dass jede Familie auf Bali, eigenes Land hätte. Er baut dort Reis an. Eigene Hühner gibt es auch. Die Hälfte des Ertrags kann er verkaufen und dagegegen andere benötigte Dinge wie Gemüse oder Obst kaufen. Durch den Fahrerjob verdient er dazu, um einen höheren Lebensstil zu erreichen. Also Elektrizität, Haus, Kleidung.
Auf mich machte der Mann keinen unglücklichen Eindruck. Niemand der so lebt, muss hungern. Er hat sogar ein Auto und was er glaubt zu brauchen, kann er kaufen.
Dennoch muss er keine 10 oder 12 Stunden für einen Hungerlohn arbeiten, sondern ist sein eigener Herr & Unternehmer.
Wäre es vielleicht eine Alternative, dass Menschen zur Geburt ein Stück Land geschenkt bekämen? Man könnte das Land dann zeitlebens auch verpachten, wenn man es nicht braucht. Aber man könnte das auch so regeln, dass das Land nach dem Tode, wieder an den nächsten übergeht.
Land und landwirtschaftlicher Ertrag bilden die Grundlage des Überlebens. Darum sollte man den Menschen diese Grundlage nicht entziehen.
Wer so blöd ist und sich lieber "versklavt", statt auf seinem eigenen Land zu leben. Der braucht sich nicht zu beschweren. Aber für mich fängt Gleichheit und Gerechtigkeit bei der Landfrage an, nicht beim Geld und der Verteilung von arm nach reich sowie umgekehrt.
Geld kann jeder, wenn er nur will, haben.
Gruß Mephistopheles
Gruß
Piter