Share-Deals bei Immobilien - Einblick in legale massive Steuervermeidung an einem Berliner Beispiel
Berlin - da wäre
-ein gemeinnütziger Buchladen mit 750.000 euro Jahresumsatz
-ein Immobilien-Investor mit 52 Gebäuden zum aktuellen Wert von 267 Mio. euro und etwa 10 Millionen Euro jährlicher Mieteinnahmen
Beide zahlen etwa gleich viel Steuern. Legal ? Es sieht so aus.
Der Artikel zeigt auf, wie das möglich ist. Dabei werden Vorgehensweise und Tricks der weltweit operierenden Branche umfassend erläutert. Die Welt der Share-Deals. Der 95%-Trick, sagenhafte Gehälter, Bonuszahlungen - bevor ein Gewinn tatsächlich anfällt, Manager auf Jersey, die ca. 150 Firmen vorstehen, eigene Maklerfirmen zum Ausbooten der Vor-Ort-Makler und vieles mehr wird in dem Artikel anhand des Berliner Beispiels verständlich aufbereitet. Auch die Folgen für die örtliche Situation der Anwohner kommen nicht zu kurz.
Der lange Text ist fast schon spannend geschrieben und lohnt für jeden, der nicht schon in dieser Materie zu Hause ist.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/share-deals-auf-dem-berliner-immobilienmarkt-wie-inve...
Besonders problematisch ist, dass sich weltweit diese Konstrukte nach und nach aller attraktiven Immobilien-Standorte bemächtigen.
Es steht zu befürchten, dass genau diese Konstrukte bei einem Crash zu einem unglaublichen, vielleicht DEN endgültigen Raubzug genutzt werden könnten, um sich unumkehrbar weltweit billig reale Werte unter den Nagel zu reißen.
Mitforisten sind aufgefordert, Berichte über ähnliche Konstrukte, auch in anderen Branchen, anzufügen.
Bei dieser Gelegenheit sei noch daran erinnert:
http://www.sueddeutsche.de/thema/Luxemburg-Leaks
TV-Doku zu den verurteilten Whistleblower von Luxleaks (37 Min, Kurz auf dem Bild mit dem Cursor verharren, dann kann man es anklicken)
http://info.arte.tv/de/luxleaks-deltour-verraeter-und-held
Es packt einen die Wut, wenn man sich vorstellt, wo wir sein könnten, wenn all diese Gelder zur Verfügung der Bürger stehen würden.
Gruß
Odysseus