Kurze Antwort darauf.

Prophet, Samstag, 18.06.2016, 20:40 (vor 3532 Tagen) @ Olivia2602 Views

Bisher waren die kapitalistischen Systeme immer noch das "kleinere Übel".

Im Vergleich zu WAS?

Der Mensch ist des Menschen Wolf.

Ja, wenn man ihm diese "Weisheit" von kleinauf beibringt, dann glaubt er das tatsächlich. Auch noch als Erwachsener. Und dann geht er ins Militär, und schießt andere Leute und anderer Leut's Familie tot, weil er denkt, dass der andere auch so über ihn denkt. Das ist doch große Klasse und hat echt Stil.

- Immer wieder bilden sich die gleichen
Strukturen heraus, gleichgültig, welches System gerade herrscht.

Aha, ich halte das für unfug. Bzw. funktioniert das genau so lange, wie die Mehrzahl glaubt, dass "es" eben so sein muss. Das es in der Geschichte der Menschheit eine solche Phase gegeben hat (und natürlich gibt) ist unbestritten. Aber das heißt ja nicht, "das es jetzt so bis in alle Ewigkeit" so sein müsste. Oder? - Dieses System ist ja nicht "gottgegeben", sondern entspringt dem menschlichen Hirn.

Bisher haben die westlichen Systeme Abstand davon genommen, im großen
Maße "Massenmorde" an den eigenen Bürgern zu begehen.

Wenn in einem globalen, kapitalistischen System Menschen durch eigene Machthaber gemordet werden, oder durch Büttel anderer Machthaber macht das wenig Unterschied für denjenigen, der die Kugel in den Kopf bekommt.

"Fremde Bürger"
sind ausgenommen (Kriege).

Sagt jeder Staat vom anderen, und schießt Leute tot. "Weil es halt sein muss."

Von den kommunistischen Systemen kann man das
nicht behaupten (Stalin, Mao und z.T. nahm wohl auch Lenin Massentod
billigend in Kauf, wenn es dem "System" diente).

Es fragt sich, was man unter "kommunistisch" versteht, und was Stalin und Mao unter "kommunistisch" verstanden haben. Die Kreuzfahrer nannten sich christlich, und mordeten Frauen, Männer und Kinder. So, und nun sind die Lehren Christi scheiße, oder was? (Mir geht es nur darum zu zeigen, das Schlagworte die missbraucht werden, wenig über deren ursprünglichen Inhalt aussagen.)

Die Auswüchse aus dem
kubanischen "Paradies" kenne ich von Augenzeugen, die als "Lohnsklaven" in
Spanien arbeiteten und dies immer noch vorzogen.


Es gibt eigentlich kein sozialistisches System, wie es Ende des 19. Jahrundertes ausformuliert wurde. Sie wurden später nur so genannt, was aber nichts mit der ursprünglichen Idee zu tun hatte.

"Wir" jammern hier auf einem extrem hohen Niveau. Nur begreifen das die
Meisten überhaupt nicht!

Das habe ich nie bestritten. Trotzdem ist es ein extrem ungerechtes System. Das darf ja wohl noch benannt werden, wenn hier "mehr Kapitalismus" von einigen Autoren gewünscht wird.

Jeder "Arme" hat eine kostenlose Krankenversicherung!

Ich hatte 15 Jahre überhaupt keine KV. Ich habe nie bei anderen (Staat) darum gebettelt, mich durchzufüttern. Aber nur weil ICH eben mental stark bin, heißt das noch lange nicht, dass es andere auch sind. Und andere brauchen eben Hilfe. Oder bist du so eiskalt, dass du dem Leid anderer tatenlos zusehen kannst? - Dann kann ich dir nur wünschen, mal abzustürzen. Und dann wirst du sehen, wie Hunger schmeckt. Dann reden wir nochmal über "mehr Kapitalismus" oder soziale Kälte.

Jeder "Arme" hat ein Anrecht auf kostenlosen Wohnraum, kostenlose Heizung,
kostenlose gute Wasserversorgung.

Das ist offensichtlich ein Schritt in die richtige Richtung, die Folgen eines fehlerhaften Systems wenigstens ein bisschen abzumildern. Oder?

Jeder Arme hat ein Anrecht auf kostenlose Nahrung und Kleidung und sogar
auf etwas Geld um am "sozialen" Leben teilnehmen zu können.

Ja, zum Glück kann sich diese Gesellschaft diese Brosamen leisten. Sonst hätten wir morgen einen Aufstand und die "Reichen" ein großes Problem. Und das ist ja auch bei allen "Reichen" bekannt.

Es herrscht immer noch "Meinungsfreiheit" in gewissen Grenzen. - Wenn man
das mit Kuba und deren Sanktionen oder den "östlichen Paradiesen"
vergleicht, dann muss man blind sein, um die Unterschiede nicht zu
bemerken.


Wie gesagt, diese sozialistischen Systeme haben nichts mit dem "Sozialismus" in seiner ursprünglichen Idee zu tun.


In Europa und in den USA gibt es einen derart ausgeprägten Sozialismus,
wie ihn die Welt wohl noch nicht gesehen hat.

Aus Not, ja. Jeder Staat steht kurz vor der Revolution, wenn das Essen ausgeht und der Hunger regiert. Das ist doch logisch. Je mehr Menschen es gibt, und je mehr Kapital, Ressourcen und Schlüsseltechnologien in wenigen Händen konzentriert sind, desto mehr ist man gezwungen, die Massen zu alimentieren. Oder sie würden des Hunger sterben (und vorher Rabatz machen). Auch das ist zwangsläufig nötig.

Deswegen ging der ursprüngliche Sozialismus auch sofort mit eugenischen Maßnahmen einher.

Warum flüchten die Menschen
der ganzen Welt wohl in diese sozialistisch/kapitalistischen Staaten?

Weil sie sonst in ihren Heimatländern verrecken würden, weil westliche Konzerne Bodenschätze anhäufen, alles ausbeuten, Öl abpumpen, Ressourcen abschöpfen, Agrarland kaufen??
URSACHE UND WIRKUNG NICHT VERWECHSELN!

Es gibt nur noch wenige wirklich Selbständige.


Falsch. Niemand ist eine Insel. Es gibt nur Menschen, die von der ein oder anderen Sache mehr, oder weniger abhängig sind. Niemand existiert aus sich selbst heraus.

müssen sich inzwischen "anstrengen" um an ihre Nahrung zu kommen, denn
auch dort hat man festgestellt, dass sie sonst "depressiv" werden.


Genau, mehr Sklaven bitte. Der Mensch müsste sich auch in einem "Sozialismus" oder in einer Solidargemeinschaft anstrengen. In einem Wohlfahrtsstaat werden die Leute vielleicht depressiv (glaube ich nicht, das widerspricht psycholgischen Tatsachen und hat z.T. sehr viel mit frühkindlicher Prägung zu tun, aber das ist eine andere Sache und ist in zahlreicher Literatur nachzulesen.). In einem kapitalistischen System veranstaltet man dagegen einen Massenmord an anderen Lebewesen, und bringt sich am Ende aus Trauer über seine Untaten selbst um.


Grüße,
Prophet


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.