Irgendwas muss schon dran sein

helmut-1, Siebenbürgen, Freitag, 22.04.2016, 05:30 (vor 3583 Tagen) @ SevenSamurai3670 Views

Seltsamerweise hat man in den 50ern und 60ern des letzten Jahrhunderts

und

auch später nicht nie etwas davon vernommen, obwohl es

Millionen

Betroffene gegeben haben muss.

Ich geh mal davon aus, dass es viele nicht an die große Glocke gehängt haben. Früher war auch eine andere Mentialität. Insbesonders psychische Erkrankungen hat man doch als Makel empfunden und die Betroffenen mehr oder weniger unter Verschluß gehalten. Sogar Leute mit Down-Syndrom hat man doch versteckt.

Sehr gut beschreibt das ein uraltes Lied von Reinhard Mey, - "Der irrende Narr", wo mich so manches Bild daraus an meine Kindheit erinnert:
https://www.youtube.com/watch?v=bRmccI6b5z4


Dir ist schon klar, dass die obige Aussage Quatsch ist?

Im übrigen kannst du froh sein, wenn dir oder deinen Verwandten solches
erspart gegeblieben ist.

Ich erinnere mich an einen Fall, wo die Anverwandten im KZ in Bergen-Belsen umgekommen sind. Die Tochter hat überlebt. Jahrzehnte danach beging sie Selbstmord. Man sagte, sie wäre die ganzen Jahre mit der entstandenen Situation nicht fertig geworden.

Natürlich sind das Vorgänge, die man nicht in den Medien mitbekommt. Genauso nicht die Dunkelziffer der Selbstmorde von Deutschstämmigen aus Siebenbürgen, die nach Deutschland ausgewandert sind und dort mit dieser Welt nicht zurechtkamen. Kann mir schon vorstellen, dass jemand dran zerbricht, der sein ganzes Leben lang auf seinem Hof gelebt hat, sein Gemüse und sein eigenes Obst hatte, worum er sich gekümmert hat, wahrscheinlich noch ein paar Hühner und ein Schwein, und der dann in eine 3-Zimmer-Wohnung im Block hineingepfercht wird.

Inwieweit dieses "Zerbrechen am Leben" krankhaft ist, - kann ich nicht beurteilen. Zumal ich mir vorstellen kann, dass zu einem Selbstmord resp. zur Durchführung desselben eine Unmenge an Kraft und Entschlossenheit gehört.


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