Wahrscheinlich bin ich da falsch gestrickt
Vielleicht ist es auch ein Fehler, hier zu kommentieren. Andererseits ist dieses Forum ja auch dazu da, sowas wie Meinungsaustausch zu betreiben.
Ich persönlich hab schon alles Mögliche durchgemacht, insbesonders im Geschäftsleben, auch familiär, - wie auch immer. Es waren viele Tiefschläge dabei, und trotzdem habe ich noch genügend Energie, im Alter von einiges über 60 immer noch mit Volldampf vorauszugehen.
Die Tiefschläge in meinem Leben will ich nicht zählen, es waren genug. Aber es gab auch schöne Zeiten. Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, wie man in eine depressive Phase kommt. Erst recht nicht, wie man das durch Ernährung oder Medikamente regulieren kann. Sind da sicher keine Placedos dabei?
Bitte nicht mißverstehen, - es ist nicht provokativ gefragt, - eher unwissend.
Mag sein, dass es auch an der eingebläuten persönlichen Einstellung liegen kann? Bei uns zuhause gabs ein ehernes Sprichwort: "Niederfallen ist keine Schande, aber das Liegenbleiben.." . Dazu hat sich in Siebenbürgen ein anderes gesellt, - das die Krankheit schlechthin als etwas Negatives empfindet. Insbesonders bei den deutschstämmigen älteren Bauern konnte ich das beobachten. Niemanden konnte ich entdecken, der mit seiner Krankheit "geprahlt" hat, oder sie überhaupt anderen gegenüber erwähnte, um Aufmerksamkeit zu erlangen, wie es bei vielen Zeitgenossen üblich ist.
"Das ist nichts", - wenn man jemanden auf ein Leiden angesprochen hatte. Barg natürlich die Gefahr in sich, dass man ernsthafte Krankheiten ignorierte und erst zu spät handelte.
Was meine ich damit: Wenn das Umfeld stimmt und der Mensch mit einem gewissen Maß an persönlichen Willen ausgestattet ist, dann kann doch sowas eigentlich nicht passieren, das mit Depression und Burnout. Oder ist das genetisch bedingt?
Was meine ich mit Umfeld:
Harmonisches Verhältnis in der Familie, persönliche Befriedigung in der beruflichen oder anderen Tätigkeit (auch Hobbies), Körperfitness in vernünftigem Rahmen (gesunder Geist im gesunden Körper), ausgeglichenes Sexualleben, persönliche Ziele vor Augen.
Also, ich betone nochmals, dass ich das nicht deshalb schreibe, weil ich Leute mit depressiven Krankheiten abwerte, sondern weil ich es einfach nicht verstehen kann, wie sowas zustande kommt.
Nichts für ungut!