Was denn für eine angebliche Unfehlbarkeit?
Hallo TurnAround!
A) Wer hat gesagt, dass man nicht alles kritisch hinterfragen muss? Dafür benötigst Du das Bild, das ich selbst schon mehrfach nutzte, also dass man in eine KfZ-Werkstatt aufsucht, wenn man Fachleute braucht? Klar, lässt man sich bei Fragen Dinge erläutern, wie hier.
B) Etwas dreist ist es von einer angeblich behaupteten Unfehlbarkeit zu sprechen. Nur Du hast diesen Begriff hierbei eingeführt und behauptet, es gäbe diese Behauptung.
Kein Jurist glaubt an die Unfehlbarkeit von Richtern. Dafür gibt es weder auf Grund historischer Erfahrungen, noch der aus der praktischen Arbeit heraus, einen Grund.
Siehe: ""Die Richter sind nicht unfehlbar"
FDP-Politiker Burkhard Hirsch würdigt die Leistung des Bundesverfassungsgerichts
http://www.deutschlandfunk.de/die-richter-sind-nicht-unfehlbar.694.de.html?dram:article...
Der Mann ist Jurist seit 1954.
Man kann davon ausgehen, dass die meisten Richter nach besten Wissen und Gewissen arbeiten. Aber Juristen sind keine Priester einer der bekannten religiösen Vereinigungen, welche auf ihre Unfehlbarkeit pochen.
Sonst gäbe es doch gar keine Rechtsmittel, also z. B. Revision und Berufung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsmittel , wenn klar wäre, dass Richter unfehlbar sind.
Es ist Eulen nach Athen tragen, wenn man Juristen erklären will, dass sie nicht unfehlbar wären.
Allerdings ist eine Fachausbildung schon vor Vorteil, wenn man das komplizierte Recht deuten will.
Was ausdrücklich nicht heißen soll, dass nicht jeder Gesetze, Rechtslagen und Urteile usw. kritisch würdigen sollte.
Viele freundliche Grüße
azur
--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)
Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.