Dafür werden sie schließlich bezahlt

Michael Krause, Donnerstag, 04.02.2016, 18:49 (vor 3656 Tagen) @ CrisisMaven4006 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 04.02.2016, 18:55

Ich habe in meinem Leben z.B. ein einziges Mal einen Staatsanwalt
getroffen, der sich nach dem Prozess auf ein Gespraech eingelassen hatte
(nachdem er selbst, auch das Zeichen menschlicher Groesse, vorher selbst
auf Verfahrenseinstellung plaediert hatte). Und ... dieser deutsche
Staatsanwalt hatte einen nicht-deutschen Elternteil und einen
nicht-deutschen Nachnamen ...

wenn selbst der Staatsanwalt auf Einstellung plädiert, ist immer ein Freispruch drin. Das muss man aber in die Akte bringen. Ich habe dafür einen Standardspruch: Auf die Anregung des Gerichts [der Staatsanwaltschaft] soll erwidert werden: Der Verteidiger darf keiner Einstellung zustimmen, wenn er der Meinung ist, der Mandant sei unschuldig [Zitat Meyer-Goßner Schmitt].

Wo kämen wir denn dahin, wenn jeder Laie Rechtsgeschichte schreiben würde.

Nachtrag: Ich weiß auch wie eine Brücke aussieht, würde mir aber nie einfallen lassen, als Jurist eine solche bauen zu wollen. Allerdings denken viele Laien, sie könnten in juristischen Dingen mitreden, nur weil es sich um Lebenssachverhalte handelt. Ich komme übrigens aus einer Technikerfamilie, weiß also worüber ich rede.

--
Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.


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