Das mit dem Schlagen von Kindern ist so eine Sache, - aber ....

helmut-1, Siebenbürgen, Sonntag, 31.01.2016, 10:21 (vor 3661 Tagen) @ azur4190 Views

Hat nicht gerade mit dem Vorfall in Schweden was zu tun, - aber mit dem Schlagen von Kindern.

Als jemand, der sich zwei Jahrzehnte mit Kindern und Jugendlichen abgegeben hat, und auch als Vater von drei Kindern, - kann ich nur sagen, dass es letztlich eine Schwäche der eigenen Vorgehensweise darstellt, wenn man außer Schläge nichts mehr anzubieten hat. Man bringt damit zum Ausdruck, dass man mit seiner Methode/Argumentation verloren hat und nicht mehr weiter weiß. Bei den mir Anvertrauten ist es mir immer gelungen, die Konflikte verbal zu lösen. Wenns natürlich gar nicht mehr ging, dann wurde der notorische Quertreiber eben aussortiert und kam nicht mehr in die Gruppe, - war ja alles freiwillig und ehrenamtlich.

Natürlich hat sich kein Erwachsener selbst gemacht und nicht jeder hat sich im Griff. Manchmal können die Kerle ja auch einen zur Weißglut bringen. Bei meinen eigenen Kindern habe ich auch nicht geschlagen, aber den Großen doch mal hart drangenommen, wenns zu arg wurde. Hätte ich besser nicht gemacht. Schon als er weit über 35 war, haben wir das irgendmal ausdiskutiert und ich bin draufgekommen, dass er bis dahin darunter gelitten hat. Die äußere Schale täuscht oft. Gerade er ist durch alles gegangen, was die Palette so hergibt, egal ob Fallschirm, Kampftauchen oder Auslandseinsätze über KFOR, - aber der Kern kann oft sensibler sein, als man denkt.

Soviel nur zu den eigenen Kindern, - als ehrlich gemeinten Hinweis. Was aber derartige Rabauken betrifft, die aus Spaß an der Freude anderen Schaden zufügen - da leg ich für mich nicht die Hand ins Feuer, dass ich mich immer beherrschen kann.

Beispiel vom Freitag in einer Kleinstadt in Siebenbürgen: Da kommt so ein Chaote mit ca. 13 Jahren am hellichten Tag und besprüht die Hauswände. Jetzt könnte man noch sagen, bei den renovierungsbedürftigen ists nicht so schlimm, aber es sind viele frisch verputzte und gestrichene Fassaden dabei, wo es sehr ärgerlich ist und ins Geld geht.

http://novatv.ro/2016/01/acte-de-vandalism-in-centrul-mediasului-case-si-ziduri-murdari...

Mittlerweile kennt man den Kerl, nach der Veröffentlichung über facebook. Ein Zigeunerkind, niemand kümmert sich um ihn, der Vater Alkoholiker, usw. Leben alle von der Stütze und vom Kindergeld. Klar könnte man die Ursachen für sein Verhalten soziologisch analysieren, - aber die Frage bleibt, was es bringt. Die Polizei kommt nicht einmal, um eine Anzeige aufzunehmen, - weil man schon weiß, dass es sich um einen Strafunmündigen handelt. Passiert ja auch nichts, - der Junge wird höchstens wieder seinen Eltern überstellt, - Schadensersatzforderungen sind lachhaft. Wo nichts ist, hat bekanntlich der Kaiser sein Recht verloren. Klar bleibt alles ohne Konsequenzen für ihn, - er wird - aus dieser Erfahrung heraus - wieder munter weitermachen, wenn ihm danach ist.

Ich stelle mir die Frage, was ich machen würde, wenn der Kerl bei mir die Hauswand vollspritzt und ich erwische ihn dabei. Könnte ich mich beherrschen? Oder denke ich mir, dass es vielleicht besser ist, dass er merkt, dass sowas auch in die Hose gehen kann. Wahrscheinlich mus man hier kein notorischer Schläger sein, wenn einem dann die Hand ausrutscht. Es sei denn, es ist jemand in der Runde, der hier eine praktikable Verhaltensweise empfehlen kann, die auch Präventivcharakter hat.


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