Tja, wenn du es nicht verstanden hast...
Und das Bewusstsein folgt dem Sein, wenn auch häufig nicht direkt,
sondernin Windungen und Verdrehungen.
Also: Das Sein folgt dem Bewusstsein,
Nichts also.
Zuerst ist das Sein, und das Sein ist sinnlos.
Das Gehirn konstruiert jedoch in dieses sinnlose Sein einen Sinn hinein, und diesen Konstruktuionsvorgang nennt man Bewusstsein.
Bewusstsein ist nichts anderes als der Versuch, aus der sinnlosen Fülle von Informationseinheiten Muster herauszufiltern und mit diesen Mustern einen Sinn zu postulieren.
Sinn ist nicht vorhanden, er wird geschaffen.
und das Bewusstsein folgt dem Sein?
Das ist ein abstrakter Zirkel, der zwar furchtbar klug klingt, aber nonsens
ist, sich aufhebt und nichts aussagt.Welchem Sein folgt denn konkret das Bewusstsein?
Es folgt der Reduktion. damit Bewusstsein entstehen kann, ist es notwendig, den größten Teil des Informationsflusses auszublenden.
Da müsste man schon
sagen: Es folgt den Veränderungen, die ohne sein Zutun höhere Wesen in
ihm allmählich bewirken und die er einfach vorfindet. Eine höhere
Entwicklungspädagogik sozusagen. Und aus dem so jeweils veränderten
Bewusstsein, schafft der Mensch jeweils ein eignes gesellschaftliches,
kulturelles usw. Sein.
Eben. Erst aus der Reduktion der Sinn-losen Fülle an Informationen auf einige wenige Muster entstehen höhere Wesen.
Alles unterliegt der Entwicklung, auch das Bewusstsein. Ja,
in ihm spielt sich die primäre Entwicklung ab, aus der erst alle
großen gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen hervorgehen.
Das ist eine platte Umdrehung dessen, was wirklich geschieht.
Denn der Mensch kann nur das in einer bestimmten Weise schaffend aus sich
heraussetzen, was jeweils an entsprechenden empfindungs- und
gedankenmäßigen Anschauungen in seinem Bewusstsein lebt. Dies zu
durchschauen ist von fundamentaler Bedeutung. Wir sehen in der
Geschichte in den wechselnden Kulturen, den Staaten, Religionen,
Bauten,
Kunstwerken die Ausprägungen dessen, was aus der jeweiligen Verfassung
des
Bewusstseins der Menschen hervorgegangen ist. Es sind sozusagen die
äußeren Fußspuren ihrer inneren seelisch-geistigen Entwicklung,
die
sich in ihrem Bewusstsein spiegelt. So wie das charakteristische
architektonische Bauwerk in der griechischen Epoche der dorische
Säulen-Tempel, im Mittelalter die aufstrebende Kathedrale war, ist
es
heute das kubische Warenhaus.
Nö.
Falsche Beobachtung.
Religio ist Rückverbindung, Rückbesinnung auf die letzten Dinge.
Nicht verstanden. Es geht bei diesen von mir zitierten Sätzen gar nicht
speziell nur um Religion, sondern allgemein um Bewusstseinsgeschichte, aus
der Kulturgeschichte hervorgeht, zu der auch die Religion gehört.
Bewusstseinsgeschichte ist eine Geschichte der Reduktionen und der Ausblendungen.
(Diejenigen, welche weniger ausblenden als andere, gelten - je nach historischen Kontext, entweder als Religionsstifter - oder als Wahnsinnige.
Es dürfte wohl kaum einem Zweifel unterliegen, dass, wenn Jesus heute - im Westen - auftauchen würde - vorausgesetzt, die Berichte im NT haben einen realen Hintergrund - er ziemlich bald in der Psychiatrie landen würde. Und in Indien wäre er ein Guru mit einer beschränkten Anhängerschaft, Und in China würde er im Umerziehungslager landen. Nur in den arabischen und nordafrikanischen Ländern - dazu zählt auch Israel - würde er gekreuzigt werden.)
Und der Mensch wendet sich immer an Gott, wenn er in eine Krise gerät,
beispielsweise durch einen Unfall oder einen Herzkasper.
Aber, an welchen Gott wendet er sich denn?Etwa an den über den Wolken oder seinen Platzhalter, den Pfarrer?
Oder ruft er nicht per Notruf 112 den leiebn GHott an, dass der ihm
schnell ein paar weißbekittelte Engel schicken sollen, die dann auch
schnell kommen mit Tatütata?
An wenn wendet er sich aber, wenn er materiell in eine Notlge gerät
und
nichts zum beißen und keine Wohnung hat?
Wendet er sich da an den Pfarrer, oder wendet er sich an Gott unsd
seine
Stellvertreter baim Sozialamt, auf dass Gott ihm sein Konto wieder
auffüllen möge, so dass der Bankomat Gottes Wohltaten ausschütte?Mit Sicherheit wendet einer sich nicht an das Warenhaus, wenn er in Not
geraten ist.
Völlig neben dem Thema. Darum geht es hier gar nicht. Da gehen deine
Gedanken eigene Wege, unbewusst oder bewusst zur Ablenkung.
Durchaus sehr bewusst.
Gruß Mephistopheles
--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc