Richtig beobachtet, wie häufig bei dir, jedoch falsche Schlußfolgerung, wie immer bei dir

Mephistopheles, Datschiburg, Montag, 18.01.2016, 15:22 (vor 3656 Tagen) @ Falkenauge2246 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.01.2016, 15:33

Betrachtet man das Problem kultur- und bewusstseinsgeschichtlich, muss man
sich sagen, dass der Verlust des Glaubens das Ergebnis einer allmählichen
Veränderung des Bewusstseins des Menschen ist, die ohne sein Zutun
geschehen ist.

Und das Bewusstsein folgt dem Sein, wenn auch häufig nicht direkt, sondernin Windungen und Verdrehungen.

Alles unterliegt der Entwicklung, auch das Bewusstsein. Ja,

in ihm spielt sich die primäre Entwicklung ab, aus der erst alle großen
gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen hervorgehen. Denn der
Mensch kann nur das in einer bestimmten Weise schaffend aus sich
heraussetzen, was jeweils an entsprechenden empfindungs- und
gedankenmäßigen Anschauungen in seinem Bewusstsein lebt. Dies zu
durchschauen ist von fundamentaler Bedeutung. Wir sehen in der Geschichte
in den wechselnden Kulturen, den Staaten, Religionen, Bauten, Kunstwerken
die Ausprägungen dessen, was aus der jeweiligen Verfassung des
Bewusstseins der Menschen hervorgegangen ist. Es sind sozusagen die
äußeren Fußspuren ihrer inneren seelisch-geistigen Entwicklung, die sich
in ihrem Bewusstsein spiegelt. So wie das charakteristische
architektonische Bauwerk in der griechischen Epoche der dorische
Säulen-Tempel, im Mittelalter die aufstrebende Kathedrale war, ist es
heute das kubische Warenhaus.

Nö.
Falsche Beobachtung.
Religio ist Rückverbindung, Rückbesinnung auf die letzten Dinge.

Und der Mensch wendet sich immer an Gott, wenn er in eine Krise gerät, beispielsweise durch einen Unfall oder einen Herzkasper.
Aber, an welchen Gott wendet er sich denn?

Etwa an den über den Wolken oder den Platzhalter des biblischen Gottes, den Pfarrer?
Oder ruft er nicht per Notruf 112 den lieben GHott an, dass der ihm ein paar weißbekittelte Engel schicken solle, die dann auch schnell kommen mit Tatütata?
An wen wendet er sich aber, wenn er materiell in eine Notlage gerät und nichts zum beißen und keine Wohnung hat?
Wendet er sich da an den Pfarrer, den Stellvertreter des biblischen Gottes, oder wendet er sich an Gott unsd seine Stellvertreter baim Sozialamt, auf dass Gott ihm sein Konto wieder auffüllen möge, so dass der Bankomat Gottes Wohltaten ausschütte?

Mit Sicherheit wendet einer sich nicht an das Warenhaus, wenn er in Not geraten ist.

Und ganz zum Schluss, wenn ihn Gott aus der Erbsünde entlassen hat und es unter die Erde geht, nach wessen Maßgabe läuft die Prozedur dann ab?
Etwa nach der Bibe, oder nach den Richtlinien der göttlichen Bestattungsordnung?

Gruß Mephistopheles

PS: Der Pfarrer wendet sich übrigens an denselben Gott, wenn er monatlich sein Konto wiederaufgefüllt haben möchte, und das ist der Gott, der nicht in der Bibel steht. Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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