Furcht

Ashitaka, Mittwoch, 06.01.2016, 01:31 (vor 3686 Tagen) @ ebbes8829 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 06.01.2016, 01:44

Außerdem möchte ich sehen, wie du reagieren würdest, wenn es deine
Frau/Tochter/Schwester getroffen hätte und jemand würde dazu deinen Text
schreiben und sie quasi verhöhnen.

Geilen dich derartige Reaktionen denn auf? Willst du Ashitaka denn dabei beobachten? Du schreibst, dass du es möchtest, aber das glaube ich kaum. Ich verhöhne niemanden. Ich finde das Video abscheulich und kann die Wut von Millionen Menschen auf meine Art & Weise klar nachvollziehen. Lass deinem Doppel freien Lauf, lass ihn raus. Ich hoffe, du kannst die Befreiung in Zukunft verhindern.

Was in den letzten 24 Stunden an Initiativen gestartet wurde, um am Samstag zehntausende Zornbürger in Köln zu versammeln, wird dich zufrieden stellen.
Der vorgeschlagene Meter Abstand ist eine hervorragende Antriebskraft, um tausenden Ortsansässigen das Gefühl zu verleihen, dass sie ihre Ängste, ihre Furcht, durch Wut gegenüber den Fremden und Unverständnis zum Ausdruck bringen müssen. Da geht jetzt allen die Pumpe. Die Angstvorstellung von tausenden deutschen Männer/Jungen wurde in einer den Deutschen sonst nur aus Zombiefilmen bekannten Unmenschlichkeit bestätigt. Der Ruf nach hart durchgreifender Staatsmacht wird womöglich ein unüberhörbarer Schrei werden.

Es ist nicht so, als hätte ich vor den Anfängen dieser Entwicklung/Geiselnahme nicht gewarnt. Der Mensch, er ist Zweierlei. Sein in letzter Konsequenz blutrünstiges Doppel tritt ausschließlich durch Furcht zu Tage und verleibt sich den anderen Menschen, den, der da draußen ausgedacht wandert, ein, zwingt ihn zu Taten, an die sich die eingesperrte Hoffnung, der liebende Mensch, nicht erinnern wird.

Ich weiß, dass das nicht hier rein passt. Auch weiß ich, dass alles noch ein wenig von blutigen Bürgersteigen entfernt ist. Doch da in den nächsten Tagen sehr vieles in diesem Land ins Rollen kommen wird, möchte ich die Gelegenheit nicht auslassen, bereits auf diese bevorstehende Entwicklung aufmerksam zu machen.

Ich hoffe, du bist dann auch so cool, wenn sich deine Tochter nicht mehr
aus dem Haus traut und nur im Zimmer sitzt und heult.

Wer bliebe denn da cool? Bist du krank mir einen solchen Moment zu wünschen? Geilt es dich denn doch auf? Das will ich nicht glauben.

Herzlichst spiegelnd,

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.


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