Nach Luhmann wurde Köln erst jetzt so richtig real: Der Migrantenangriff dominiert die deutsche Medienlandschaft

Bernadette_Lauert, Dienstag, 05.01.2016, 15:17 (vor 3685 Tagen) @ Bernadette_Lauert10496 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 05.01.2016, 15:22

Die ersten drei Aufmachermeldungen bei SZ:

"Wir müssen Angsträume sichtbar machen"
"Kraft kündigt hartes Vorgehen an"
"Zahl der Anzeigen steigt auf 90"

Spiegel schreibt über nichts anderes mehr:

"Im Schutz des Getümmels"
"Angriffe zu Silvester: Köln ist schockiert"
"Silvesternacht: 60 Anzeigen nach Übergriffen vor Kölner Hauptbahnhof"
"Diebstahl und sexuelle Belästigung: Auch Hamburger Polizei ermittelt nach Übergriffen"
"Maas spricht von "neuer Dimension organisierter Kriminalität"
"Übergriffe in Köln an Silvester Das sind die Fakten"
"Reaktion auf die Übergriffe in Köln Zornig, aber nicht blind"

Auch andere MM schweigen das Thema nicht mehr tot.
"Nicht mehr", schreibe ich, weil vier Tage Stille im Mainstream war.

Wie sagt Luhmann so treffend:

"Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien." [1]

So gesehen wurde das krasse Ereignis für Michel Normalo erst vier Tage verzögert real. Ein guter Ansatzpunkt, um mit Teddybärchenverschenkern und Welcome-Klatschern über Parallelgesellschaften zu sprechen, ist das allemal.

Gruß, Bla

[1] Luhmann, Niklas: Die Realität der Massenmedien. 2.Aufl., Westdeutscher Verlag, Opladen, 1996, ISBN 3-531-12841-8, S.9f


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