Weihnachten, keltische Bräuche und "Altertumsforschung"

Loki, Mittwoch, 16.12.2015, 18:40 (vor 3703 Tagen) @ Falkenauge4543 Views

Hallo,

der Vollständigkeit halber:
Es gibt neben den Katholiken und Protestanten noch eine Unmenge anderer Sekten, die sich auf Jesus Christus als Religionsstifter beziehen und in manchen dieser Sekten (oder meinetwegen auch „Glaubensgemeinschaften“) werden das Weihnachtsfest und die Kirchenbräuche ganz anders gesehen. Es gibt „Endzeitsekten“, für die die Katholische Kirche die "Hure Babylons" und der Papst der Antichrist ist und diese "Fundamentalisten" erinnern beim Weihnachtsfest gerne an Worte aus dem alten Testament:
Jeremia 10, 2-4:

„So spricht der HERR:
Ihr sollt nicht nach der Heiden Weise lernen und sollt euch nicht fürchten
vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten.
Denn der Heiden Satzungen sind lauter Nichts. Denn
sie hauen im Walde einen Baum, und der Werkmeister macht Götter mit dem Beil
und schmückt sie mit Silber und Gold und heftet sie mit Nägeln und Hämmern...

Diese Textstelle zeigt, dass schon Jeremia den keltischen Brauch kannte, die Wintersonnwende mit einem geschlagenen und geschmückten Baum zu feiern und aus Holz "Götzen" zu schnitzen.

In den ersten drei Jahrhunderten nach Christus war Weihnachten oder eine sonstige „Feier“ zu Ehren der Geburt Christi bei der Urgemeinde gänzlich unbekannt, erst mit dem Papsttum kam es wieder auf, die Wintersonnwende zu feiern.
Manche Historiker meinen nun, der Papst habe das damals gemacht, um die alten Götter der Kelten durch das Christentum zu verdrängen und als nähere Erläuterung wird behauptet, „Jesus Christus sei ja Das Licht, das die Finsternis überwunden hat und deswegen feiert man seinen Geburtstag an dem Tag, an dem die Tage wieder länger werden, also das Licht die Finsternis besiegt.“

Letztendlich ist „Weihnachten“ aber ein uralter keltischer („heidnischer“) Brauch, der auf den noch älteren Sonnenkult der Babylonier zurückgeht (wer das näher verfolgen will, könnte mal mit einem Vergleich der keltischen Runen mit den Buchstaben der Babylonier und Phönizier beginnen und dann auf YT mit Videos zu den verlorenen Stämmen Israel´s weitermachen, ist ein spannendes Thema...)

Manche Fundamentalisten meinen auch, dass die Kirche das Feiern der Wintersonnwende absichtlich macht, weil sie komplett satanisch durchsetzt sei und nach wie vor dem Sonnenkult des Marduk diene und als weiteres Indiz führen sie an, dass in der Genesis von Gott geboten wurde, am 7. Tage zu ruhen. Bei uns wird aber der 1. Tag der Woche geheiligt, der Sonnen-Tag, nicht der 7., wie z.B. bei den Juden. (...wenn Mitt-woch die Mitte ist, wann ist dann der 7. Tag?)

Weitere Indizien für Fundamentalisten sind die Hinweise in Kathedralen: Sonnen-Symbole, „allsehende Augen“ (Horus), überall Dämonen (als Wächter!) usw... Ich bin auch deswegen schon vor Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten, gehöre aber keinerlei Gemeinde oder Sekte an.

Und weil sich Historiker streiten, ob und wann und wieviele Jesusse es gegeben habe und ob verheiratet, Nachkommen und pipapo, mal was Grundsätzliches: Was unsere sogenannten Historiker, Altertumsforscher und Ägyptologen für einen Quark von sich geben, ist unglaublich. Hier mal eine sorgfältig recherchierte und kurzweilige Doku (ca. 1h40min) zu den Pyramiden von Gizeh im Vergleich mit anderen alten Bauten: https://www.youtube.com/watch?v=DncynbBuu7U
Es kommen die ganz offiziellen „Experten“ zu Wort, aber auch Experten aus Architektur, Geologie, Chemie und Co. Das Ergebnis ist erstaunlich und wirft ein ungewohnt deutliches, beinahe komisches Bild auf unsere „Altertumsforscher“: Da sitzen beileibe keine Leuchten!

Loki


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